Großbritannien 2018

Vorbereitung & Anreise

28. April 2018: Die Planungen laufen…

Eigentlich hätten wir ja Anfang März 9 Tage Urlaub an der deutschen Nordsee mit 1-2 Tagesausflügen in unser geliebtes Jütland machen sollen. Leider hat sich Nanook entschieden, stattdessen alleine seine letzte große Reise anzutreten. Dänemark ohne Nanook geht aber momentan noch gar nicht. Und so wird´s diesmal was ganz Anderes werden: im Oktober geht´s für Chinua und Frauchen daher auf Mädls-Roadtrip durch GB und v.a. Schottland. Von Wien über Nürnberg & Aachen nach Calais und dort mit dem Eurotunnel (bei beiden Fähranbietern muss der Hund im Auto bleiben, Mensch dieses aber verlassen, deshalb wirds der etwas teurere Tunnel, bei dem 2- & 4-Beiner gemeinsam im Auto bleiben dürfen) nach Dover. Von Dover fahren wir über North Yorks und den Hadrians Wall nach Falkland, Schottland, weiter nach Stonehaven, Fort Augustus, Crianlarich und wieder zurück über die Scottish Borders nach Bakewell, England. Von dort aus via Dover, Calais, Aachen & Nürnberg zurück nach Wien. Über 5100km werden wir 3 Wochen lang unterwegs sein (sofern keine weitere Katastrophe dazwischen kommt). Die B&B´s (und zwischendurch das eine oder andere Hotel) sind bereits gebucht. Wir freuen uns schon riesig (oke, Frauchen – Chinua weiß von „ihrem Glück“ ja noch nichts ) und nutzen Frauchens Krankenstand, um gechillt im Garten ein bisschen Schottland-Literatur zu wälzen…

17. Juli 2018: Zwischenstand GB-Roadtrip-Vorbereitungen

Route ausgetüftelt
Unterkünfte gebucht
Wanderungen & Sehenswürdigkeiten rausgesucht
ÖAMTC Karten & Landesinfos geholt
Unterkünfte auf 2 Hunde umgebucht

Eurotunnel gebucht
Neue Gummistiefel & Wanderschuhe besorgt
Eurolites für die Autoscheinwerfer bestellt

 
Ein paar Infos zur Ein-Anreise:
 
Auch wenn die Briten sehr hundefreundlich sind, bedarf es doch einiger Vorbereitungen, um mit 4-Beiner in GB zu urlauben – noch dazu, wenn man mit dem eigenen Auto unterwegs ist.

So benötigt man für europäische Autos z.B. Eurolites – Aufkleber für die Scheinwerfer, weil diese im für uns unüblichen Linksverkehr die anderen Verkehrsteilnehmer blenden. Auch über ev. anfallende Mautgebühren sollte man sich vorab schlau machen. Auf meiner Route hatte ich nur für Dartford Crossing (die Umfahrung rund um London) eine Gebühr zu zahlen. Man kann die Dartford-Charge aber schon vorab online begleichen, um nicht darauf zu vergessen und dann Strafe zahlen zu müssen (wenn ich mich richtig erinnere muss das innerhalb recht kurzer Zeit passieren und ich war nicht sicher, ob ich dann wirklich in jeder Unterkunft gutes Internet habe). Nachdem irgendetwas bei der Option 
mit automatischer Abbuchung nicht funktioniert hatte, habe ich einfach im Vorfeld eine Gebühr (es waren ein paar wenige Pounds mehr als es gekostet hätte, aber ich wollte auf der Reise selbst nicht mehr daran denken müssen) überwiesen, von der die Maut dann abgezogen wird.

Bezüglich der Mitnahme von Hunden ist neben dem üblichen EU-Pass, einem Microchip und einer gültigen Tollwutimpfung auch eine max. 5 Tage alte Bandwurmbehandlung nötig. Weiters sollte man prüfen, ob im Pass auch wirklich alles ordnungsgemäß (z.B. muss das Impfdatum mit dd.mm.yyyy vermerkt sein!) eingetragen ist. Die Briten sind da etwas bürokratisch und pingelig, wie wir ein paar Tage später dann am eigenen Leib erfahren mussten. Weiters gibt es auch für GB eine kurze Liste an Rassen, die nicht einreisen dürfen.
Hier noch der Link zur Seite der britischen Regierung, wo alle Infos zur Einreise mit Haustier zu finden sind (auch bzgl. möglicherweise bevorstehendem Brexit).
 

Die Tickets für den Shuttle durch den Eurotunnel habe ich bereits im Sommer gebucht – Hin- & Rückreise; wobei pro Hund eine extra Gebühr zu entrichten ist.

Grundsätzlich gibt es (abgesehen von fliegen, was für mich mit Hund nicht in Frage kam) 3 Möglichkeiten, um mit 4-Beiner nach GB/Schottland zu gelangen:

1) Mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle. Vorteile: man erspart sich den gesamten Weg durch England (wenn man möglichst schnell in den Norden möchte). Nachteile: die Überfahrt mit der Fähre dauert um die 16 Stunden. Man kann den Hund entweder im Auto lassen, darf dort selbst aber nicht bleiben, sondern nur ab und zu in Begleitung von Bordpersonal hin, um ihn zu v ersorgen oder man bucht eine Kabine mit Hund. Zum sich lösen soll es wohl kleine Sandkisten geben. Da Chinua ein wenig kapriziös mit ihrer Pinkelei ist, hätte sie vermutlich über 16 Stunden zamgezwickt – hielt ich nicht für optimal. Außerdem wollte ich ja auch was von England sehen.

2) Mit der Fähre von Calais nach Dover. Dauert ca. 1,5 Stunden. Hund muss im Auto bleiben, Mensch muss an Deck. Bei der kurzen Dauer nicht tragisch, aber ich hab mich trotzdem für Variante 3 entschieden.

3) Durch den Eurotunnel von Calais nach Folkestone. Dauer 35 Minuten. Sowohl Mensch als auch Hund bleiben im Auto. Man fährt dabei auf so etwas wie einen Autoreisezug (allerdings ohne Personenwaggons) und mit diesem Shuttle durch den Tunnel. Ist etwas teurer als die Fähre von Calais und von der Aussicht eindeutig weniger reizvoll, aber dafür auch schneller und man bleibt eben die ganze Zeit beim Hund im Auto.

Unsere Unterkünfte habe ich bis auf 2 Ausnahmen (Rutland Arms & Ewich – die haben wir auf der Seite von Julia von Hundeanderguide, die 2017 einen sogar 5 wöchigen GB Trip gemacht und mich inspiriert hat – entdeckt) über Booking.com gebucht. Da kann man wunderbar filtern (in meinem Fall nach Haustiere erlaubt und kostenfreies WLan 😀 ) und hat eine ganz gute Auswahl.
 

 

07. Oktober 2018: Jetzt geht´s los!

Seit Monaten fiebere ich diesem Tag entgegen. Vor uns liegen 21 Tage und über 5000km Roadtrip – von Wien über Aachen und Calais nach GB – bis hinauf nach Inverness und retour. Nur Chinua, Teddy und ich. And so the adventure begins…