Wienerwald Dogtrekking 2014 – das Desaster!

Heuer waren wir zum 3. Mal beim Wienerwald Dogtrekking vom Verein Dogtrekking & More mit dabei und haben uns zum ersten Mal über den 42km Doghike drüber getraut. Start war wieder beim Campingplatz in Sulz im Wienerwald. Bis Siegenfeld (Ende Seite 3 von 8 Kartenseiten) war´s super-schön.

Von dort bis zum Gasthof Rudolfshof in Baden hat sich´s zaht (und die vielen kleinen, in der Karte nicht vermerkten Wegerln von dem deppaten Kurpark *grrrr*), der Aufstieg zur Prokschhütte war kräfteraubend, der Abstieg wieder zach.

Anschließend: kurze Freude – Ausblick auf Gumpoldskirchen – wir sind schon bei Karte 5. 2. Esspause mit ein bissl sitzen.

Aber dann – oh weh – haben wir uns total verfranst und kamen auf der Hauptstraße nach Gumpoldskirchen raus. Bis wir endlich wieder auf den Weg und zum Golfplatz beim Richardhof gefunden haben, hat´s uns viel, viel Zeit, noch mehr Nerven und ellenslange Schimpfworttiraden (wer zeichnet so bescheuerte Karten, wer malt so dämliche Wegweiser, wer steckt so blöde Schilder aus…) gekostet. Wir wissen jetzt aber, dass auf derartige Wutphasen Resignation folgt, wo einem „ois nur mehr wuascht“ ist und man für weitere kleine Pannen nur mehr ein müdes grinsen (nach dem Motto: „eh kloar, what else“) übrig hat.

Das Stückl zum Checkpoint Krauste Linde hat uns dann ein Gewitter voll erwischt. Dort angekommen waren wir klatschnass, schon nach 17 Uhr, immer noch auf Kartenseite 5 (von 8!) und derart angepisst, dass wir aufgeben und unseren Abholdienst anrufen wollten ABER: kein Netz! Also haben wir die Zähne zusammengebissen und sind weiter marschiert.

Der Abstieg bis Hinterbrühl ging super-schnell. Kursfristig frisch motiviert wanderten wir weiter nach Gießhübl, wo es wieder zu regnen anfing und langsam zu dämmern begann. Im Eiltempo sind wir den Weg zum Wirtshaus Seewiese bergauf gehetzt – immer mit dem Hintergedanken dort bitte noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen – was wir auch knapp geschafft haben. Die letzten Wasserreseven waren fast aufgebraucht, bis auf einen kleinen Schluck, der für den Notfall für die Hunde aufbehalten wurde. Merke: mit einem leichten Gefühl der Panik im Nacken rennt sich´s auch bergauf wesentlich schneller, als man im Normalfall leisten kann.

Den Weg von der Seewiese zur Sulzer Höhe und retour zum Campingplatz kannten wir bereits; daher war´s auch nicht so tragisch, dass wir ab dem Kreuzsattel im Dunkeln und mit Stirnlampen bewaffnet unterwegs waren. Die Druckstellen des Rucksacks an Schultern, zwischen den Schulterblättern und unterm Hüftgurt, der sich abzeichnende Muskelkater im unteren Rücken, die verkrampften und harten Oberschenkel, sowie die aufgeriebenen Blasen an den Füßen blendet man irgendwann aus, man marschiert nur mehr.

Trotzdem waren wir heilfroh, als wir – nach 13 Stunden und 14 Minuten (!) endlich im Ziel ankamen. Statt der vorgesehenen 42km sinds ca. 51 geworden… Start um 7:44, Navi hat um 6:37 in Hinterbrühl den Geist (ok, den Akku) aufgegeben. Bis dahin warens 41km. Von Hinterbrühl zurück nach Sulz nochmal ein bissl über 10. Ankunft im Ziel gegen 21:00.

Helden des Tages: die 2 fast 10 jährigen Senioren Nanook & Ozzy, die ganz tapfer mitmarschiert sind!

In diesem Sinn – Keep on running – wir gehen jetzt erstmal schlafen…

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