Rassegeschichte

Rassegeschichte:

Die Ahnen des Weißen wie auch des Deutschen Schäferhundes dürften die europäischen Hirten- und Hütehunde des 18. und 19 Jahrhunderts gewesen sein, die wegen ihrer hervorragenden Arbeitseigenschaften sehr geschätzt wurden. Zwar wurde auf Schönheit kaum Wert gelegt, doch kristallisierte sich mit der Zeit ein einheitliches optisches Erscheinungsbild heraus. Rittmeister von Stephanitz fand Gefallen an diesen Hunden und eröffnete mit „Horand von Grafreith“; als ersten eingetragenen Deutschen Schäferhund 1899 das Zuchtbuch. Horands Großvater „Greif“ war weiß; und auch die folgenden Jahre wurden immer wieder weiße Hunde geboren und registriert.

Die weiße Farbe war übrigens gerade bei den Schäfern damals besonders beliebt, da diese hellen Tiere in der Dämmerung leichter von Wölfen zu unterscheiden waren, als Dünklere. Auch waren die Weißen Ende des 19. Jahrhunderts im Hause Habsburg sehr gefragt, passten sie doch perfekt zu den weiß gekleideten Damen des Adels und zu den Lipizzanerpferden.

Erst 1933 wurde die Farbe Weiß vom Verband ausgeschlossen, vermutlich wurde sie (fälschlicherweise) für alle möglichen Defekte verantwortlich gemacht und galt plötzlich als minderwertig.

Weiße Schäferhunde wurden nicht mehr registriert und zur Zucht zugelassen und verschwanden schließlich aus Europa. In den USA und Kanada kamen weiße Tiere aber weiterhin vor, wurden noch eine Zeit lang registriert und schließlich als eigenständige Rasse gezüchtet.

1970 brachte eine Schweizerin den ersten weißen Rüden „Lobo“ zurück nach Europa und begann von ihrer Heimat aus mit der Zucht. Diese – nicht anerkannte, neue Rasse – fand Liebhaber und verbreitete sich langsam in ganz Europa. 1989 wurde in der Schweiz dann der erste Rasseclub gegründet und national anerkannt und man begann, auch um eine offizielle Rasseanerkennung seitens der FCI zu kämpfen. Seit Jänner 2003 ist der Weiße Schäferhund offiziell unter dem Rassenamen Berger Blanc Suisse und der Schweiz als Ursprungsland von der FCI anerkannt.