Wandertouren

AT, NÖ – Kleinzell: Hochstaff

Ein Paar dicke Socken, Jogginghose, Top, Shirt und Fleeceweste, 2 Fleecedecken, meine normale Bettdecke, Heizung volle Pulle aufgedreht und 2 Stunden Zeit hat´s gedauert, bis mir danach wieder warm war (zu warm dann, weil mit Fieber aufgewacht), aber sie war trotzdem super-schön, unsere Wanderung in den Gutensteiner Alpen heute.

Gemeinsam mit unserer Begleitung Lisa sind wir vom Parkplatz Ebenwaldhöhe in Kleinzell aus gestartet. Mit uns 2 Gruppen Wanderer und ich hab schon befürchtet, dass wir die ganze Zeit im Pulk laufen müssen. Zum Glück haben sich unsere Wege dann schnell getrennt. Anstatt rechts dem gemächlichen Forstweg zu folgen, ging´s für uns nämlich den linken Weg – über eine (zum Glück bereits leere) Kuhweide – bergauf bis an den Waldrand.

Über den Zaun drüber gestiegen (bzw. die Hunde unten druch geschlüpft) und dann den kleinen Pfad durch den Wald ziemlich steil bergauf. Mit DEM Anstieg hatten wir irgendwie gar nicht gerechnet. Die arme Lisa musste sich selbst bergauf kämpfen, ich hatte ja tatkräftige Unterstützung durch den guten Teddy. Anstrengend war´s aber trotzdem.

Wir kreuzen eine Forststraße, müssen nochmal ein Stück durch den Wald und kommen schließlich wieder an eine – leere – Weide, wo wir den etwas abenteuerlichen Überstieg meistern. Entlang des Zaunes geht es noch ein Stück weiter bergauf und dann werden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Noch ein paar Meter und wir stehen beim Gipfelkreuz des Hochstaff auf 1305m.

Über Wiesen geht es in einem Linksbogen bergab bis wir auf eine Forststraße treffen, der wir weiter folgen. Schließlich mündet sie auf einem blau markierten Wanderweg. Wir gehen diesen entlang, vorbei an 2 Marterln und einem Gehöft bis zur Kleinzeller Hinteralm. Dort verlassen wir den blau markierten Weg und biegen rechts auf die Forststraße ab, die uns zurück zum Parkplatz führt.

9,1km bei 328hm, die allerdings alle gleich zu Beginn beim Aufstieg aufs Hochstaff zu bewältigen sind. Wir empfehlen, die Strecke bei Nässe eher zu meiden; auch im Sommer würden wir persönlich dort nicht gehen, da sich Begegnungen mit freilaufendem Weidevieh dann sicher nicht vermeiden lassen.

Robin Hood’s Stride & Birchover Stone Circle

Was für ein Tag…!

Heute Früh, nach dem auschecken aus dem Rutland Arms sind wir nach Birchover gefahren. Ich hatte mir mittels GPSies noch einen netten Spaziergang im Peak District beim Stanton Moor ausgesucht. Die einzige selbst zusammen geschusterte Tour und nach fast 3 Wochen GB hoffe ich inständig, dass sie überhaupt begehbar ist. Ist ja hier nicht unbedingt so, dass ein Weg wirklich ein hundetauglicher Weg ist… 😀

Wir starten am (kostenfreien) Cratcliffe Parkplatz. Der Anfang ist vielversprechend. Kein anderes Auto da, keine Menschenseele zu sehen, blauer Himmel und nur etwas Wind. Das erste Stück unseres Weges ist sogar ein offizieller Wanderweg; der Limestone Way und dementsprechend markiert. Wir wandern einen gut sichtbaren Weg über eine Wiese – ok, Schafweide. Eigentlich kein Problem, das kennen wir jetzt ja schon vielfach. Bloß diesmal ist es anders. Die Schafe hier sind nämlich unglaublich neugierig und machen kaum Platz; kaum sind wir vorbei, nähern sie sich von hinten. Teddy ist ganz aufgeregt und zieht nach vorne Richtung Schafe, Chin hingegen bockt, stemmt sich in den Boden und ist mit Schafbemmerl fressen beschäftigt. Zach, äusserst zach heute. 😕

Wir kommen an Hillarys Seat, einem malerischen Bankerl vorbei und an der Felsformation Robin Hood’s Stride. Anschließend geht’s über mehrere – zum Glück leere – Weiden zum Birchover stone circle und schließlich zu einer kleinen Straße. Wir machen sicher die doppelte Distanz, weil der Weg über die Weiden nicht immer gleich erkennbar ist und wir immer wieder vor verschlossenen Gattern stehen und einen anderen Durchgang suchen müssen. Wir sind ja mittlerweile schon fast Gatterspezialisten (man glaubt gar nicht, wieviele verschiedene Varianten die Briten haben und heute kommen noch 2 neue dazu – über eine Mauer und durch einen schmalen Durchgang zwischen Mauer und Tor).

Uns begegnen noch 1 Hase und einige freche Eichhörnchen und Teddy ist mittlerweile so durch den Wind, dass ich ihn aufs Halsband umhängen muss. Da müssen wir zu Hause unbedingt dran arbeiten.

Nach einiger Zeit geht unser Weg von der Straße wieder über Wiesen und Weiden. Ich höre irgendwo Kühe muhen und hoffe die ganze Zeit, dass wir nicht wieder über eine besetzte Kuhweide müssen. Bleibt uns zum Glück erspart. Das letzte Stück der Runde geht leider entlang einer Bundesstraße.

Anschließend wollen wir noch zu einem 2. kleinen Steinkreis in der Nähe. Doll Tor Stone Circle soll in einem kleinen Wäldchen ganz in der Nähe stehen. Ich parke neben einer leeren Weide, lasse die Hunde aber im Auto. Ein paar hundert Meter ist ein kleines, von einer Mauer umgebenes Wäldchen – da soll er laut Navi drinnen sein. Dort angekommen finde ich keinen Durchgang, also klettere ich über das Steinmäuerchen und lande mitten im Gestrüpp. Ich arbeite mich durch mannshohen Farn und Dornenranken, kann aber weit und breit keinen Steinkreis finden. Schade. 😪

Anschließend fahren wir nach Dover und brauchen statt 4 ganze 6,5 Stunden, da wir gleich 3x in einen Stau geraten. Meh. Für heute reicht’s mir… 😑

Balmedie Country Park & Beach

Nachmittags waren wir gestern in Balmedie (etwas nördlich von Aberdeen) und haben eine 2,8km kurze Runde durch die Dünen und über den Strand gedreht. Wir hatten wieder Glück mit dem Wetter – Mittags war es recht bewölkt und sah nach Regen aus, hat aber dann doch wieder aufgelockert. Wenn Engel reisen halt… 😇😈😂

Am Strand durften die Hunde ein wenig laufen (nö, sie spielen nicht – Chinua hätte gerne, aber Teddy flüchtet immer 😂), dann ging’s durch die Dünen und an Bunkern aus dem 2. WK zurück zum Auto am kostenfreien Parkplatz.

North Yorks Moor & Robin Hood’s Bay

Nach dem letzten Frühstück im Fox And Hounds Inn (3x Breakfast – 3x was Anderes – Vegetarisches Englisch Breakfast, Cereals & Buttertoast und Crumbled Eggs mit Mushrooms und Toast) checken wir aus und gehen noch knapp 3km im quasi am Pub angrenzenden North York Moors Nationalpark spazieren. Trotz Nieselregen und grauem Himmel ist es sooo schön hier. Die grünen latschenähnlichen Gewächse, der gelbe Farn, die lila Heide… Es ist kein Mensch unterwegs, dafür treffen wir ein paar Schafe und erschrecken (unabsichtlich) ein paar Moorhühner, die empört gackernd das Weite suchen. Ich könnte ewig hier weiter marschieren, aber wir haben ja noch viel vor heute und so drehen wir nach etwa 1,5 km um und marschieren zurück zum Auto.

Dann geht’s mit dem Auto gen Osten zur Nordsee. Das kleine Städtchen Robin Hood’s Bay, Nahe Withby soll sehr nett sein und ist Ziel unserer Fahrt. Am kostenpflichtigen Parkplatz angekommen, regnet es immer noch; sogar stärker als in Danby. Deshalb lass ich die Kamera auch im Auto. Manchmal bin ich leider wirklich lerntesistent – kurz darauf bereue ich die Entscheidung nämlich schon wieder; zumal der Handyakku schon wieder knapp wird.

Direkt am Meer, wo die Ebbe zerklüftete Felsen frei gegeben hat, gehen wir südlich Richtung Ravenscar. Für einen Regensonntag sind überraschend viele Menschen unterwegs. Aber wir sind ja in England – da sind die Leute wohl nicht so empfindlich wie bei uns daheim. Schade eigentlich, ich hätte die Bucht gern für mich alleine gehabt. 😁

Nach einiger Zeit sind wir dann doch alleine – Chinua darf von der Leine und Teddy auch kurzfristig, denn hier sind keine anderen Tiere (ausser ein paar Möwen direkt beim Meer), ich kann ewig weit sehen und groß abhauen könnte er auch nicht. Er kommt recht brav auf Ruf zurück; nachdem er aber keine Lust hat, auf Chinuas Spielaufforderungen einzugehen und doch wieder Leute auftauchen, hänge ich ihn bald wieder an.

Schließlich gehen wir oberhalb des Strandes; wieder am Cleveland Way, zurück zum Städtchen. Knapp 6 km waren wir hier unterwegs.

Unter anderen Umständen hätte ich es mir gerne noch angesehen, aber wir sind alle 3 schon recht nass und haben ja auch noch 2 Stunden Fahrt vor uns.

GB, North York Moors: Roseberry Topping & Captain Cook’s Monument

Heute haben wir eine Rundwanderung zum Roseberry Topping und Captain Cook’s Monument gemacht. 8,6 ziemlich anstrengende Kilometer, v.a. wegen dem immer noch heftigen Sturm und der einen und anderen kleineren Herausforderung für mich.

Vom Wanderparkplatz marschieren wir ein Stück über Stufen bergauf und dem Cleveland Way folgend durch das Newton Moor; vorbei an einigen freilaufenden Schafen, die sich aber ein Stück in die Heide trollen, als sie uns kommen sehen.

Dann geht’s auch schon zum Roseberry Topping hinüber – zuerst bergab, dann bergauf. Und dann stehen wir oben und können uns kaum bewegen, weil der Wind hier so stark weht, dass man immer wieder verblasen wird und taumelt. Chinua hasst mich – Sturm findet sie nämlich noch ätzender als Regen.
Zusätzlich sind doch einige andere Wanderer (auch welche mit Hund darunter) hier. Der Sturm tobt so laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht, geschweige denn, den Hunden entsprechende Anweisungen geben könnte. Ist mir eindeutig zu stressig und ungemütlich und so suchen wir schnell wieder das Weite.

Unten angekommen, marschieren wir über eine Wiese und dann am Waldrand entlang, kommen an einem Rahmen vorbei und umrunden dann das Ridge Quarry. Dann müssen wir über 2 Weiden.

Das Tor birgt diesmal scheinbar eine Herausforderung – man kann es nämlich nicht öffnen, sondern muss drüber klettern. Ich frag mich, was Leute mit ner Dogge hier machen. Oder ich mit Teddy…

Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig Vertrauen und eine langjährige, intensive Beziehung sind. Chinua klettert auf Aufforderung die beiden schmalen Bretter hoch und ich kann sie problemlos drüber heben. Mein gutes, altes Mädchen. 💗💗💗 Mit Teddy klappt das natürlich noch nicht so gut. Ich brauche einige Zeit, bis ich ihn dazu bewegen kann, auf die Bretter zu klettern. Ich versuche ihn aufzuheben, aber 33kg Riesenplüsch über einen Zaun zu hieven ist was anderes, als 24kg zartes Elfengeschöpf. 😝 No way – geht nicht, ich krieg den da schlichtweg nicht drüber. Etwas ratlos steh ich davor – Chin auf der einen, Teddy auf der anderen Seite. Und dann seh ich das Loch am Boden, das man öffnen kann, indem man einen Pfosten hochzieht. Groß ist es nicht, aber da ich ja weiß, dass Teddy sich über die Kofferraumtrennwand quetschen kann, ist’s einen Versuch wert. Und tatsächlich – es klappt. Puh…!

Die Bewohner der Weiden – Gott sei Dank wieder nur Schafe und keine Kühe, halten Abstand und wir kommen gut vorbei.

Und dann geht’s ein letztes Mal (dafür ziemlich, ziemlich steil) bergauf zum Cook’s Monument. Ein Mann überholt uns und meint, ich hab’s gut, weil ich gezogen werd. Teddy macht im Zuggeschirr echt einen auf Lokomotive. Berauf lieb ich ihn. Aber bergab hass ich ihn dafür. 😏😌😇

Beim Monument machen wir noch ein paar Pflichtfotos und dann geht’s hinunter und zurück zum Auto. Jetzt sind wir alle 3 ganz gut müde, denk ich und freu mich aufs hin- und Füße hochlegen… 😌

GB, Dover: White Cliffs

Gestartet haben wir am kostenpflichtigen Parkplatz des National Trust oberhalb des Hafen von Dover (der ist schon wirklich beeindruckend riiiiiesig – also der Hafen, nicht der Parkplatz).

Wir marschieren am Visitor Center vorbei und gehen dann, nicht direkt an den Klippen, sondern auf den befestigten Wegen über Langdon Hole und begegnen der kleinen Herde Exmoor Ponies, die dort lebt.

Nach etwa 3,5 km kommen wir zum viktorianischen South Foreland Leuchtturm, dem ersten elektrische betriebenen Leuchtturm. Leider ist er gerade eingerüstet ist. Macht nix. Meine Laune kann nach unseren überstandenen Einreiseproblemchen in Calais grad nix trüben. Ich suche uns einen freien Tisch auf der Wiese davor, hänge die Hunde an (die stabilen Picknickbänke werden´s schon aushalten, falls sie dran zerren) und wage mich ohne sie zu Mrs Knott´s Tearoom, einer entzückenden Teestube im 1950er Stil. Ich bestelle einen English Breakfast Tea und einen Scone mit Clotted Cream und Marmelade, die ich dann draussen in der Sonne bei den Hunden geniesse (die beiden haben übrigens ganz brav und ohne Tamtam gewartet *freu*).

Vor dem Leuchtturm stehen ein paar Tommy statues, ein WWI Memorial und heiss begehrtes Fotomotiv, wie´s scheint…

Nach der kleinen Stärkung wandern wir abseits des Hauptweges, direkt entlang der Klippen wieder retour Richtung Parkplatz. Irgendwo dort unten soll das Gerippe eines alten Schiffswracks liegen, aber ich kann´s nicht wirklich sehen (Als Schisshasi mit Höhenangst wage ich mich aber auch nicht allzu nah an die Abgründe ).

Wir steigen zu den beiden „Sound Mirrors“ aus dem 1. WK und zum Eingang des Fan Bay Deep Shelter (einem im 2. WK zur Verteidigung Englands angelegten Tunnelsystem in den Kreidefelsen), das aber zu hat.

Ein Stückchen weiter rasten wir nochmal an einer schönen Stelle mit tollem Ausblick auf die Klippen. Wir haben sie ganz für uns alleine und legen uns ein wenig im Gras in die Sonne und entschleunigen. Nach einiger Zeit bekommen wir dann „Besuch“ von einem netten asiatischen Pärchen, dass fragt, ob sie kurz auch hin dürfen um ein Bild zu machen. Dann sind sie aber so begeistert von Teddy und Chinua, dass ich sie gar nicht mehr loswerde und sie zig Fotos von ihnen (mit und ohne sich daneben) schiessen. Aber es wird eh Zeit, dass wir weiter wandern – wir haben ja noch ein bissl was vor heute.

Am Weg zurück zum Parkplatz haben wir wieder einige Ausblicke auf den riesigen Port of Dover und schließlich auch auf Dover Castle. Das steht jetzt dann ohnehin auch noch auf unserem Programm…

7,6km bei nicht mal 100hm mit viel Aussicht, etwas Geschichte und freilaufenden, aber ganz friedlichen Ponies.

4. Etappe: Dover – White Cliffs & Castle

Oh Gott, was für eine Aufregung gleich in aller Früh!
Ich hatte mich für den Eurotunnel statt der Fähre entschieden, weil man da mit den Hunden im Auto bleibt und die Fahrt auch nur 35 Minuten dauert. Gebucht hab ich Hin- & Rückfahrt schon vor Monaten. Ich wusste auch, dass die Briten sehr streng bei der Einreise von Haustieren sind und hab dementsprechend gut auf die nötigen Dinge geachtet – Chips nochmal überprüft, TW Impfungen haben sie sowieso, Bandwurmbehandlung wie vorgeschrieben… Statt 1,5 Std war ich sogar 2 Std früher dort. Trotzdem hatte ich soo Schiß, dass irgendwas ist und wir nicht einreisen dürfen.
Und so wars auch. In Teddys Impfpass ist nämlich das Datum der Chipablesung erst nach dem Datum der TW Impfung. In Deutschland und Österreich völlig legitim, aber in GB nicht. So durfte ich erstmal nicht einreisen und musste gefühlte Ewigkeiten bangen und warten, bis die Damen eine Lösung gefunden hatten. Ich musste nun zu einem französischen Vet, den sie kontaktiert hatten, der mir um „schlappe“ 57€ einen neuen, GB konformen Pass ausstellte. Die Umbuchung von meinem Zug um 9:20, der sich natürlich nicht mehr ausging, auf 10:20 erfolgte freundlicherweise kostenfrei.
Mittlerweile sind wir im Zug und bereits unter dem Ärmelkanal und steuern auf die Insel zu. Für heute hatten wir jedenfalls genug Aufregung! 😌
Ach verdammt… Jetzt kommt ja noch die Sache mit dem „auf der falschen Seite fahren“ auf uns zu…😝

Nach der Aufregung in der Früh, verlief der restliche Tag dann zum Glück recht entspannt. Das links fahren bereitet tatsächlich keine großen Schwierigkeiten und da ich im Zug nicht das 1. Auto war, konnte ich, in GB angekommen, erstmal hinter meinem Vordermann herfahren.

Vom Eurotunnel in Folkestone ging’s dann direkt nach Dover zum National Trust Visitor Center um eine Wanderung bei den White Cliffs of Dover zu machen. Vom kostenpflichtigen Parkplatz oberhalb des Hafens marschierten wir über Langdon Hole zum South Foreland Lighthouse. Leider ist er gerade eingerüstet, aber ich bin einfach so froh, in GB gelandet zu sein, dass es mich gar nicht stört. Bei Mrs. Knotts Tearoom direkt beim Leuchtturm gönne ich mir einen English Breakfast Tea und den ersten Scone mit Clutted Cream und Marmelade. Am Rückweg machen wir dann an einer traumhaften Stelle mit Ausblick auf die steilen Felsen und das Meer nochmal Pause, legen uns ins Gras und entschleunigen eine Zeit einfach nur. 7,6km waren wir unterwegs.

Zurück beim Auto ist noch etwas Zeit und so fahren wir noch zum Dover castle. Hunde sind am Gelände erlaubt, nur in die Innenbereiche dürfen sie nicht. Wir schlendern nochmal knapp 1,9km herum und machen uns dann auf den Weg zu unserer heutigen Bleibe.

Unterwegs noch ein kurzer Stop bei Morrisons um einen Abendsnack (und ein Joghurt zum verfeinern des TroFus für die verwöhnten Köter) zu kaufen und dann ab ins B&B. Das Crabble Hill House ist nicht das komfortabelste; mit winzigem Zimmer und Klo und Bad am Gang, aber dafür absolut herrlich urig!

Morgen geht’s dann auf die vorerst letzte längere Etappe – ins ca. 520km entfernte North Yorks, wo wir bis Sonntag bleiben werden.

FR, Calais: Cap Blanc Nez

Ausgangspunkt dieser Küstenwanderung ist das kleine Städtchen Escalles. Zwar könnte man mit dem Auto noch ein Stück weiter Richtung Meer fahren und dort direkt beim Strand parken, aber die Sraße war wegen Arbeiten gesperrt und statt eine Umleitung zu suchen, sind wir das Stück durch den Ort eben noch mit marschiert.

Vom Zentrum aus spazieren wir die Rue de la Mer entlang bis zum Meer, wenden uns, dort angekommen nach links und gehen den Weg an den Klippen entlang (da es sonnig und klar ist, sieht man bis hinüber zu den Kreidefelsen von Dover in GB), bis wir ein Stück vor dem Städtchen Wissant über Holztreppen hinunter zum Meer steigen.

Direkt am Strand schlendern wir wieder einige Meter retour. Da kaum Menschen da sind, dürfen die Hunde kurz ein ohne Leine laufen (Premiere für den Plüsch). Chinua wuzelt sich in Seetang und buddelt ein wenig, Teddy ist sich noch nicht ganz sicher, was er von dem „sich bewegenden Wasser“ halten soll und hält vorerst lieber etwas Abstand.

Da die Wellen stellenweise bis zu den Dünen spülen und ich meine Gummistiefel im Auto gelassen habe (wer denkt denn bei diesem Traumwetter auch daran, Gummistiefel anzuziehen ), gehen wir dann aber doch den Weg oberhalb vom und nicht direkt am Meer wieder zurück zum „Le Cran d´Escalles“.

Mittlerweile ist der Parkplatz schon ganz gut gefüllt und es sind einige Leute unterwegs. Wir schauen am offiziellen Strand kurz hinunter zum Meer (Achtung: bis Ende September sind Hunde dort nicht erlaubt), aber der Strand hier ist ohnehin nicht so schön, wie ein paar Kilometer weiter bei Wissant – Steine direkt an hohen Klippen, statt Sand und Dünen.

Daher machen wir uns schnell wieder aus dem Staub und marschieren auf den Hügel zum Dover Patrol Monument. Von hier oben haben wir einen tollen Ausblick auf den Ärmelkanal, die ihn passierenden Fähren und Calais. Beim Monument selbst halten wir nur kurz für ein Pflichtfoto – nachdem man mit dem Auto auch bis herauf fahren kann, sind wieder mehr Leute anzutreffen.

Anschließend geht´s zuerst ein Stück entlang der Straße und dann am Rand einer großen Wiese zurück ins Zentrum von Escalles.

9,5km, 125hm. Traumhafte Ausblicke und die Kühe alle umzäunt.

DE, RP: Höhlen- & Schluchtensteig Andernach

Ausgangspunkt dieser kurzweiligen Wanderung ist der Traumpfade Parkplatz bei Andernach-Kell. Von hier aus marschieren wir nach rechts weg ein paar Meter an der Hauptsraße entlang, queren diese und folgen dann dem Weg zwischen Wiesen und Feldern, vorbei an einer Ziegenweide bis in eine kleine Siedlung.

Wir überqueren wieder eine Straße und gehen den gut markierten Weg weiter, kommen zu einem Haus mit bemalter Mauer, einem Marterl und an eine Forststraße neben einem Bach, die wir weiter entlang marschieren. Nach einiger Zeit zweigt der Weg von der Forststraße ab – es geht über eine Brücke und dann langsam, aber stetig bergauf bis zum Schweppenburgblick (bei dem zumindest wir die Burg allerdings kaum sehen können).

Durch den Wald wandern wir weiter zum nächsten Aussichtspunkt und dann in mehreren Serpentinen bergab bis wir zum Gasthaus Jägerheim beim Viadukt gelangen.

Direkt dahinter führt der Weg durch die Trasshöhlen und am Seniorendomizil Bad Tönisstein vorbei in die Wolfsschlucht. Über eine Vielzahl an Stufen geht es nun wieder bergauf, vorbei an einem Wasserfall, oben angekommen über die Straße und dann einen ruhigen Waldweg entlang.

Nach einiger Zeit kommen wir an einen kleinen Bach, mit einem Rastplatz. Wir folgen dem Wiesenweg, der bald wieder in den Wald und bergauf führt. Das letzte Stück bis zum Parkplatz wandern wir erneut zwischen Wiesen und Feldern und genießen einen fabelhaften Ausblick auf die Umgebung.

12,4km, 200hm, keinerlei Weidevieh.

NÖ, AT – Katzelsdorf/Wilfersdorf: Grillparz

Heute sind wir gleich in der Früh los und nach langem mal wieder die Runde Passauerhof – Katzelsdorf – Wilfersdorf – Rauchbuchberg gegangen.

Den Platz der Landjugend Tulln „Auf da Höh“ hatten wir ganz für uns alleine und so durfte Teddy das erste Mal (freilich noch mit Leine dran) ein bissl laufen und sich von mir entfernen und wir konnten die Holzskulpturen in aller Ruhe für ein paar Fotos nutzen.

Schöööön war´s und schon ein bissl herbstlich!

Startpunkt ist der Passauerhof (ehemaliges Restaurantz Passauerhof) am Tulbinger Kogel. Von dort aus gehen wir ein paar wenige Meter neben der Straße Richtung Katzelsdorf und biegen dann (kurz nach den Glascontainern auf der rechten Seite) rechts in den Wald hinein, wo es gleich recht steil bergab geht. Wir halten uns an die rot-weiß-rote Wegmarkierung mit der Nr. 45 und marschieren über 2 Brückerln und queren dann eine breite Forststraße.

Weiter gehts noch ein Stückl steil bergab und eine weitere Brücke, bevor der Weg dann breiter und gemäßigter wird. Kurz nach der kleinen „Waldandacht“ mit Bankerl und Kreuz linkerhand mündet der Waldweg dann in die Augasse, der wir bis nach Katzelsdorf hinein folgen. Beim Brückerl halten wir uns links und folgen der Augasse weiter, bis diese an der Wienerstraße endet. Nun wenden wir uns nach links und gehen entlang der Wienerstraße ein Stück leicht bergauf, bis rechts eine kleine Gasse – die Flurgasse – Richtung Felder führt.

Wir wandern zwischen den Feldern nach Wilfersdorf – die Eichengasse bergab, biegen dann rechts in die Rachstraße und dann scharf links in die Grillparzgasse. Wir gehen die Asphaltstraße steil bergauf – vorbei am Welserhof. Nach einiger Zeit endet der Asphalt und eine Schotterstraße führt weiter bergauf, bis man – fast ganz oben auf der Kuppe angelangt – rechts zu dem Platz der Landjugend „Auf da Höh“ abzweigen kann.

Hier machen wir eine kleine Pause – geniessen die Aussicht und schießen ein paar Bilder.

Schließlich gehen wir die Schotterstraße weiter bergauf, zwischen Wiesen durch bis an den Waldrand. Nun folgen wir dem weiß-grün-weiß markierten Waldweg weiter bergauf auf den Rauchbuchberg. Von dort führt uns ein weiterer Waldweg links bergab und dann sanft bergauf zurück zum Passauerhof.

8,4 abwechslungsreiche km durch Wald, Feld und Ortschaften bei 230hm. Kein freilaufendes Vieh, ein toller Erlebnis-Rastplatz und eine schöne Aussicht aufs Tullnerbecken. Wasser für die Hunde einstecken; Bäche sind hier keine vorhanden!

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