AT, NÖ: Rapottenstein: Teddybärentrail Lohnbachfall

Heute sind wir endlich gemeinsam mit Tante Irina und unseren Hundefreunen Resi & Elvis die schon lange geplante Tour im Waldviertel Nähe Rapottenstein gegangen. Dort gibt es gleich mehrere „Teddybärentrails“ – fürs erste haben wir uns die 4,5km kurze Strecke um den Lohnbachfall ausgesucht.

Vom kleinen Parkplatz aus geht es zuerst ein kleines Stück entlang der Straße bergab und dann rechts neben einem Haus vorbei auf den Trail durch den Wald Richtung Lohnbachfall.

Da wir zeitig in der Früh los sind, waren wir ganz alleine unterwegs und konnten v.a. auch das wunderschöne Fleckchen beim tosenden Wasserfall in aller Ruhe und stressfrei geniessen. Anschließend gings die Holztreppen bergauf (Chin ist brav hinauf gestiegen, bei Q wars eher ein immer 3, 4 Stufen auf einmal hinauf hopsen) und an einigen großen Wackelsteinen vorbei.

Die Strecke ist durchgehend gut beschildert und bis zum Zeller Steg gibt es unzählige Möglichkeiten, die Hunde im Bach baden zu lassen.

Danach wandert man entlang von Wiesen und das letzte Stück dann auf Asphaltstraße retour zum Ausgangspunkt, wo wir uns noch den Skulpturenpark „Kunst trifft Rost“ angeschaut haben. Da waren schon echt einige coole Gebilde dabei und wir haben sogar für jeden Hund ein Passendes gefunden. 😀

Kein freilaufendes Vieh.

Hier gibt´s einen kleinen Folder zu der Route.

AT, NÖ – Mauerbach: Von Hainbuch nach Königstetten

Hundebespaßung für heute – erledigt. 🙂 Gleich am frühen Vormittag haben wir eine (bekannte, aber schon ewig nicht mehr gegangene) 9km Runde von Hainbuch hinunter nach Königstetten, bergauf über den Martinsberg und via Tulbinger Kogel zurück nach Hainbuch gedreht.

AT, NÖ – Kleinzell: Hochstaff

Ein Paar dicke Socken, Jogginghose, Top, Shirt und Fleeceweste, 2 Fleecedecken, meine normale Bettdecke, Heizung volle Pulle aufgedreht und 2 Stunden Zeit hat´s gedauert, bis mir danach wieder warm war (zu warm dann, weil mit Fieber aufgewacht), aber sie war trotzdem super-schön, unsere Wanderung in den Gutensteiner Alpen heute.

Gemeinsam mit unserer Begleitung Lisa sind wir vom Parkplatz Ebenwaldhöhe in Kleinzell aus gestartet. Mit uns 2 Gruppen Wanderer und ich hab schon befürchtet, dass wir die ganze Zeit im Pulk laufen müssen. Zum Glück haben sich unsere Wege dann schnell getrennt. Anstatt rechts dem gemächlichen Forstweg zu folgen, ging´s für uns nämlich den linken Weg – über eine (zum Glück bereits leere) Kuhweide – bergauf bis an den Waldrand.

Über den Zaun drüber gestiegen (bzw. die Hunde unten druch geschlüpft) und dann den kleinen Pfad durch den Wald ziemlich steil bergauf. Mit DEM Anstieg hatten wir irgendwie gar nicht gerechnet. Die arme Lisa musste sich selbst bergauf kämpfen, ich hatte ja tatkräftige Unterstützung durch den guten Teddy. Anstrengend war´s aber trotzdem.

Wir kreuzen eine Forststraße, müssen nochmal ein Stück durch den Wald und kommen schließlich wieder an eine – leere – Weide, wo wir den etwas abenteuerlichen Überstieg meistern. Entlang des Zaunes geht es noch ein Stück weiter bergauf und dann werden wir mit einer tollen Aussicht belohnt. Noch ein paar Meter und wir stehen beim Gipfelkreuz des Hochstaff auf 1305m.

Über Wiesen geht es in einem Linksbogen bergab bis wir auf eine Forststraße treffen, der wir weiter folgen. Schließlich mündet sie auf einem blau markierten Wanderweg. Wir gehen diesen entlang, vorbei an 2 Marterln und einem Gehöft bis zur Kleinzeller Hinteralm. Dort verlassen wir den blau markierten Weg und biegen rechts auf die Forststraße ab, die uns zurück zum Parkplatz führt.

9,1km bei 328hm, die allerdings alle gleich zu Beginn beim Aufstieg aufs Hochstaff zu bewältigen sind. Wir empfehlen, die Strecke bei Nässe eher zu meiden; auch im Sommer würden wir persönlich dort nicht gehen, da sich Begegnungen mit freilaufendem Weidevieh dann sicher nicht vermeiden lassen.

Robin Hood’s Stride & Birchover Stone Circle

Was für ein Tag…!

Heute Früh, nach dem auschecken aus dem Rutland Arms sind wir nach Birchover gefahren. Ich hatte mir mittels GPSies noch einen netten Spaziergang im Peak District beim Stanton Moor ausgesucht. Die einzige selbst zusammen geschusterte Tour und nach fast 3 Wochen GB hoffe ich inständig, dass sie überhaupt begehbar ist. Ist ja hier nicht unbedingt so, dass ein Weg wirklich ein hundetauglicher Weg ist… 😀

Wir starten am (kostenfreien) Cratcliffe Parkplatz. Der Anfang ist vielversprechend. Kein anderes Auto da, keine Menschenseele zu sehen, blauer Himmel und nur etwas Wind. Das erste Stück unseres Weges ist sogar ein offizieller Wanderweg; der Limestone Way und dementsprechend markiert. Wir wandern einen gut sichtbaren Weg über eine Wiese – ok, Schafweide. Eigentlich kein Problem, das kennen wir jetzt ja schon vielfach. Bloß diesmal ist es anders. Die Schafe hier sind nämlich unglaublich neugierig und machen kaum Platz; kaum sind wir vorbei, nähern sie sich von hinten. Teddy ist ganz aufgeregt und zieht nach vorne Richtung Schafe, Chin hingegen bockt, stemmt sich in den Boden und ist mit Schafbemmerl fressen beschäftigt. Zach, äusserst zach heute. 😕

Wir kommen an Hillarys Seat, einem malerischen Bankerl vorbei und an der Felsformation Robin Hood’s Stride. Anschließend geht’s über mehrere – zum Glück leere – Weiden zum Birchover stone circle und schließlich zu einer kleinen Straße. Wir machen sicher die doppelte Distanz, weil der Weg über die Weiden nicht immer gleich erkennbar ist und wir immer wieder vor verschlossenen Gattern stehen und einen anderen Durchgang suchen müssen. Wir sind ja mittlerweile schon fast Gatterspezialisten (man glaubt gar nicht, wieviele verschiedene Varianten die Briten haben und heute kommen noch 2 neue dazu – über eine Mauer und durch einen schmalen Durchgang zwischen Mauer und Tor).

Uns begegnen noch 1 Hase und einige freche Eichhörnchen und Teddy ist mittlerweile so durch den Wind, dass ich ihn aufs Halsband umhängen muss. Da müssen wir zu Hause unbedingt dran arbeiten.

Nach einiger Zeit geht unser Weg von der Straße wieder über Wiesen und Weiden. Ich höre irgendwo Kühe muhen und hoffe die ganze Zeit, dass wir nicht wieder über eine besetzte Kuhweide müssen. Bleibt uns zum Glück erspart. Das letzte Stück der Runde geht leider entlang einer Bundesstraße.

Anschließend wollen wir noch zu einem 2. kleinen Steinkreis in der Nähe. Doll Tor Stone Circle soll in einem kleinen Wäldchen ganz in der Nähe stehen. Ich parke neben einer leeren Weide, lasse die Hunde aber im Auto. Ein paar hundert Meter ist ein kleines, von einer Mauer umgebenes Wäldchen – da soll er laut Navi drinnen sein. Dort angekommen finde ich keinen Durchgang, also klettere ich über das Steinmäuerchen und lande mitten im Gestrüpp. Ich arbeite mich durch mannshohen Farn und Dornenranken, kann aber weit und breit keinen Steinkreis finden. Schade. 😪

Anschließend fahren wir nach Dover und brauchen statt 4 ganze 6,5 Stunden, da wir gleich 3x in einen Stau geraten. Meh. Für heute reicht’s mir… 😑

GB, Aberdeenshire: Stonehaven – Dunnottar Castle

Gleich in der Früh ging´s nach Stonehaven, wo wir am Parkplatz direkt am Hafen geparkt haben. Von dort aus gehen wir die noch menschenleere Hafenpromenade entlang, biegen dann rechts in das kleine Gässchen „Wallace Wynd“ und nach ein paar Schritten auf den „Castle Square“, der gleich darauf in einem schmalen Fußweg bergauf an den letzten Häuschen vorbei mündet. Oben angekommen geht´s ein paar wenige Meter entlang der Straße und dann auf den gut markierten Coastal Path.

Von einem Ausschtspunkt aus kann man den Hafen von Stonehafen überblicken. Dann wandern wir weiter zum Stonehaven War Memorial (gebaut zu Ehren der in den beiden Weltkriegen gefallenen schottischen Soldaten), das ein bisschen wie ein griechischer Tempel aussieht. Auch von hier hat man eine traumhafte Aussicht.

Wir marschieren – fast alleine (auf der Wiese unterhalb des Memorials war ein Mann mit Hund und später kommt uns ein Pärchen entgegen) weiter entlang des Küstenpfades Richtung Castle.

Dort angekommen steigen wir die Stufen hinunter zum Eingang. Eintritt für Erwachsene £7, Hunde dürfen an der Leine kostenfrei mit. Wir bekommen ein laminiertes A4 Blatt mit Infos zum Castle mit auf unsere Besichtigung und dann stehen wir im riesigen Areal der alten Burg.

Die noch erkennbaren Gebäude stammen großteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert, allerdings geht man davon aus, dass der Felsen auf dem das Castle steht, auch schon zur Zeit der Pikten bewohnt war. Es war seitdem immer wieder Mittelpunkt großer Auseinandersetzungen und wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

Noch ist es hier ruhig und außer uns sind nur wenige andere Leute schon unterwegs. Wir besichtigen die Überreste dieser imposanten Burg, u.a. auch das Verlies Namens „Whigs‘ Vault“. 1685 wurden dort während der Rebellion des Earls of Argyll rund 122 Männer und 45 Frauen in einem knapp 50m2 Raum ohne sanitäre Einrichtungen etwa 2 Monate lang aufgrund ihres Glaubens gefangen gehalten. 37 wurden entlassen, nachdem sie ihren Glauben widerriefen. 25 konnten fliehen, 2 davon stürzten aber auf den Klippen in den Tod. 15 von ihnen wurden wieder gefangen genommen, die Übrigen starben oder wurden nach Westindien deportiert.

Nachdem wir genug gesehen haben, steigen wir den schmalen Pfad neben dem Castle hinunter zum Strand. Da wir ganz alleine sind, darf Chinua ein wenig frei laufen und nimmt ein kleines Bad im Meer, auch Teddy bekommt die Schleppleine drauf und kann sich ein bisschen „frei“ bewegen. Und ich gönne mir ein kleines Frühstück, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Als wir die Stufen zum Wanderweg hinauf steigen, kommen uns schon mehr Touristen entgegen und vom nicht weit entfernten Parkplatz des Castles, kommen noch mehr. Gut, dass wir so früh hier waren!

Die Route von Walkhighlands.co.uk würde nun einen anderen Rückweg vorsehen; da er allerdings entlang der Straße führt, entscheide ich mich dazu, den Küstenweg, den wir gekommen sind, wieder zurück zu wandern. Auch hier sind jetzt schon einige Leute unterwegs. Zurück in Stonehaven herrscht im Hafen ebenfalls schon reger Betrieb.

5,7km bei 70hm waren wir unterwegs.

Mit dem Auto fahren wir noch weiter nach Stonehaven Beach und ich probiere die angeblich besten Fish & Chips des Landes bei „The Bay Fish & Chips“. Naja. In Jütland fand ich sie besser. 🙊

GB, Falkland: Maspie Den & Bruce Tyndall Monument

Gleich nach dem Frühstück sind wir nach Falkland gefahren. In diesem pittoresken kleinen Städtchen im Norden der Lomond Hills wurden die Anfangsszenen der Serie “Outlander“ gedreht. Ich habe Diana Gabaldons Roman “Feuer & Stein“, auf dem die Serie beruht, sicher schon vor über 10 Jahren zum 1. Mal gelesen (und seitdem unzählige weitere Male) und vor etwa 1 Jahr dann die Serie für mich entdeckt. Aber bevor ich mich auf die Spuren von Claire & Jamie (ok, eigentlich eher Claire & Frank) begebe, haben wir noch eine kleine Wanderung vor uns.

Von der Webseite www.walkhighlands.co.uk hab ich mir einige Wanderungen für unseren Urlaub heraus gesucht. Hier hab ich den Trail “Maspie Den“ mit dem zum “Tyndall Bruce Monument“ miteinander zu einer etwas über 7km langen Tour verbunden.

Gestartet wird am kostenfreien Parkplatz direkt in Falkland. Von dort geht’s bergauf in den bunten Wald und über unzählige Brücken und Stufen den Maspie Den Trail bis zum Yad Wasserfall.

Apropos Stufen – was haben die Briten nur mit ihren Stufen (und Mauern)?! Ich hab mittlerweile so einen Muskelkater in den vorderen Oberschenkelmuckis, dass selbst Gas geben im Auto manchmal schmerzt. Gut, dass ich Teddy dabei habe; der zieht nach wie vor wie eine Lokomotive (allerdings auch bergab und ich vermute, vom gegenbremsen kommt der Hauptanteil des Muskelkaters…).

Der Yad Wasserfall ist weder besonders groß, noch besonders beeindruckend. Was ihn besonders macht, ist die Tatsache, dass man hinter ihm entlang läuft. Das ist schon eine ganz witzige Sache.

Statt dem Trail wieder zurück nach Falkland zu folgen, nehmen wir nach kurzer Zeit links den Weg hinauf zum Tyndall Bruce Monument. Wir sind ganz alleine unterwegs und gönnen uns oben eine kurze Pause.

Danach geht’s zurück nach Falkland – ohne Stufen, aber wieder über einige Brücken und sogar durch einen kurzen Tunnel. Dann erreichen wir das Städtchen und drehen dort noch eine Runde.

Das Covenanter Hotel ist in der 1. Outlander Staffel Mrs. Bairds Guesthouse, wo Claire & Frank untergebracht sind, am Bruce Fountain, dem Brunnen vor der Kirche, sieht Frank den Highlander, der zu Claires Zimmer starrt und das Schaufenster mit der Vase gehört zum Fayre Earth Gift Shop.

Ich liebe diese alten Steinhäuschen – viele haben nette Namen wie etwa Rose Cottage o.ä. und niedliche Gärtchen davor. Die kleine Stadt hat definitiv ganz viel Charme! Die Runde heute war jedenfalls super-nett und ganz unaufgeregt und ohne jegliches Vieh. Auch mal angenehm…

GB, North York Moors: Robin Hood’s Bay

Am kostenpflichtigen Parkplatz von Robin Hood´s Bay angekommen, regnet es immer noch; sogar stärker als in Danby. Deshalb lass ich die Kamera auch im Auto. Manchmal bin ich leider wirklich lernresistent – kurz darauf bereue ich die Entscheidung nämlich schon wieder; zumal der Handyakku auch schon wieder knapp wird.

Direkt am Meer, wo die Ebbe zerklüftete Felsen frei gegeben hat, gehen wir südlich Richtung Ravenscar. Für einen Regensonntag sind überraschend viele Menschen unterwegs. Aber wir sind ja in England – da sind die Leute wohl nicht so empfindlich wie bei uns daheim. Schade eigentlich, ich hätte die Bucht gern für mich alleine gehabt. 😁🙊

Nach einiger Zeit sind wir dann doch alleine – Chinua darf von der Leine und Teddy auch kurzfristig, denn hier sind keine anderen Tiere (ausser ein paar Möwen direkt beim Meer), ich kann ewig weit sehen und groß abhauen könnte er auch nicht. Er kommt recht brav auf Ruf zurück; nachdem er aber keine Lust hat, auf Chinuas Spielaufforderungen einzugehen und doch wieder Leute auftauchen, hänge ich ihn bald wieder an.

Schließlich gehen wir oberhalb des Strandes; wieder am Cleveland Way, zurück zum Städtchen. Knapp 6 km waren wir hier unterwegs.

Unter anderen Umständen hätte ich es mir gerne noch angesehen, aber wir sind alle 3 schon recht nass und haben ja auch noch 2 Stunden Fahrt vor uns.

GB, North York Moors: Roseberry Topping & Captain Cook’s Monument

Heute haben wir eine Rundwanderung zum Roseberry Topping und Captain Cook’s Monument gemacht. 8,5 ziemlich anstrengende Kilometer, v.a. wegen dem immer noch heftigen Sturm und der einen und anderen kleineren Herausforderung für mich.

Vom Wanderparkplatz marschieren wir ein Stück über Stufen bergauf und dem Cleveland Way folgend durch das Newton Moor; vorbei an einigen freilaufenden Schafen, die sich aber ein Stück in die Heide trollen, als sie uns kommen sehen.

Dann geht’s auch schon zum Roseberry Topping hinüber – zuerst bergab, dann bergauf. Ganz schön stürmisch hier…!

Und dann stehen wir oben und können uns kaum bewegen, weil der Wind hier so stark weht, dass man immer wieder verblasen wird und taumelt. Chinua hasst mich – Sturm findet sie nämlich noch ätzender als Regen.

Zusätzlich sind doch einige andere Wanderer (auch welche mit Hund darunter) hier. Der Sturm tobt so laut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht, geschweige denn, den Hunden entsprechende Anweisungen geben könnte. Ist mir eindeutig zu stressig und ungemütlich und so suchen wir schnell wieder das Weite.

Unten angekommen, marschieren wir über eine Wiese und dann am Waldrand entlang, kommen an einem Rahmen vorbei und umrunden dann das Ridge Quarry. Dann müssen wir über 2 Weiden.

Das Tor birgt diesmal scheinbar eine Herausforderung – man kann es nämlich nicht öffnen, sondern muss drüber klettern. Ich frag mich, was Leute mit ner Dogge hier machen. Oder ich mit Teddy…

Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig Vertrauen und eine langjährige, intensive Beziehung sind. Chinua klettert auf Aufforderung die beiden schmalen Bretter hoch und ich kann sie problemlos drüber heben. Mein gutes, altes Mädchen. 💗💗💗 Mit Teddy klappt das natürlich noch nicht so gut. Ich brauche einige Zeit, bis ich ihn dazu bewegen kann, auf die Bretter zu klettern. Ich versuche ihn aufzuheben, aber 33kg Riesenplüsch über einen Zaun zu hieven ist was anderes, als 24kg zartes Elfengeschöpf. 😝 No way – geht nicht, ich krieg den da schlichtweg nicht drüber. Etwas ratlos steh ich davor – Chin auf der einen, Teddy auf der anderen Seite. Und dann seh ich das Loch am Boden, das man öffnen kann, indem man einen Pfosten hochzieht. Groß ist es nicht, aber da ich ja weiß, dass Teddy sich über die Kofferraumtrennwand quetschen kann, ist’s einen Versuch wert. Und tatsächlich – es klappt. Puh…!

Die Bewohner der Weiden – Gott sei Dank wieder nur Schafe und keine Kühe, halten Abstand und wir kommen gut vorbei.

Und dann geht’s ein letztes Mal (dafür ziemlich, ziemlich steil) bergauf zum Cook’s Monument. Ein Mann überholt uns und meint, ich hab’s gut, weil ich gezogen werd. Teddy macht im Zuggeschirr echt einen auf Lokomotive. Bergauf lieb ich ihn. Aber bergab hass ich ihn dafür. 😏😌😇

Beim Monument machen wir noch ein paar Pflichtfotos und dann geht’s hinunter und zurück zum Auto. Jetzt sind wir alle 3 ganz gut müde, denk ich und freu mich aufs hin- und Füße hochlegen… 😌

GB, Dover: White Cliffs

Gestartet haben wir am kostenpflichtigen Parkplatz des National Trust oberhalb des Hafen von Dover (der ist schon wirklich beeindruckend riiiiiesig – also der Hafen, nicht der Parkplatz).

Wir marschieren am Visitor Center vorbei und gehen dann, nicht direkt an den Klippen, sondern auf den befestigten Wegen über Langdon Hole und begegnen der kleinen Herde Exmoor Ponies, die dort lebt.

Nach etwa 3,5 km kommen wir zum viktorianischen South Foreland Leuchtturm, dem ersten elektrische betriebenen Leuchtturm. Leider ist er gerade eingerüstet ist. Macht nix. Meine Laune kann nach unseren überstandenen Einreiseproblemchen in Calais grad nix trüben. Ich suche uns einen freien Tisch auf der Wiese davor, hänge die Hunde an (die stabilen Picknickbänke werden´s schon aushalten, falls sie dran zerren) und wage mich ohne sie zu Mrs Knott´s Tearoom, einer entzückenden Teestube im 1950er Stil. Ich bestelle einen English Breakfast Tea und einen Scone mit Clotted Cream und Marmelade, die ich dann draussen in der Sonne bei den Hunden geniesse (die beiden haben übrigens ganz brav und ohne Tamtam gewartet *freu*).

Vor dem Leuchtturm stehen ein paar Tommy statues, ein WWI Memorial und heiss begehrtes Fotomotiv, wie´s scheint…

Nach der kleinen Stärkung wandern wir abseits des Hauptweges, direkt entlang der Klippen wieder retour Richtung Parkplatz. Irgendwo dort unten soll das Gerippe eines alten Schiffswracks liegen, aber ich kann´s nicht wirklich sehen (Als Schisshasi mit Höhenangst wage ich mich aber auch nicht allzu nah an die Abgründe ).

Wir steigen zu den beiden „Sound Mirrors“ aus dem 1. WK und zum Eingang des Fan Bay Deep Shelter (einem im 2. WK zur Verteidigung Englands angelegten Tunnelsystem in den Kreidefelsen), das aber zu hat.

Ein Stückchen weiter rasten wir nochmal an einer schönen Stelle mit tollem Ausblick auf die Klippen. Wir haben sie ganz für uns alleine und legen uns ein wenig im Gras in die Sonne und entschleunigen. Nach einiger Zeit bekommen wir dann „Besuch“ von einem netten asiatischen Pärchen, dass fragt, ob sie kurz auch hin dürfen um ein Bild zu machen. Dann sind sie aber so begeistert von Teddy und Chinua, dass ich sie gar nicht mehr loswerde und sie zig Fotos von ihnen (mit und ohne sich daneben) schiessen. Aber es wird eh Zeit, dass wir weiter wandern – wir haben ja noch ein bissl was vor heute.

Am Weg zurück zum Parkplatz haben wir wieder einige Ausblicke auf den riesigen Port of Dover und schließlich auch auf Dover Castle. Das steht jetzt dann ohnehin auch noch auf unserem Programm…

7,6km bei nicht mal 100hm mit viel Aussicht, etwas Geschichte und freilaufenden, aber ganz friedlichen Ponies.