Nanook-Freitag

Nanook-Freitag! Heute, genau vor 1 Jahr, haben wir eine Runde auf den Dreihufeisenberg zwischen Purkersdorf und Laab im Walde gemacht. Da hat man dem Buben das Alter schon angesehen und wir haben für die 5,5km auch sicher mindestens 3 – 3,5 Stunden gebraucht (ok, meine Fotopausen tragen da mit Schuld dran); trotzdem war er für 13,5 Jahre noch gut beinand… ❤️

Ein kleines bisschen Frühlingssehnsucht

Wir sind ja definitiv Winterfans und können uns heuer – zumindest bis jetzt – auch nicht über Schneemangel beklagen. Aber bei solchen Momenten wie bei unserem gestrigen Nachmittagspaziergang freuen wir uns doch schon ein kleines bissl auf den Frühling! (Wohlgemerkt mit gemäßigten Temperaturen um 15 Grad herum und nicht von Minusgraden gleich zum Hochsommer – der uns sowieso gestohlen bleiben kann 😝)





Roppersberg

Eigentlich hätten wir heute ja gern einen Ausflug irgendwo weiter rauf gemacht, haben uns aber wegen der aktuellen Lawinengefahr nicht getraut. Stattdessen sind wir eine 12km Runde von Purkersdorf Baunzen über Roppersberg und Heimbautal gestapft und haben den Nachmittag dann daheim gechillt. 😊

Balmedie Country Park & Beach

Nachmittags, nach unserer Wanderung in Stonehaven und bevor wir weiter nach Inverness fuhren, waren wir in Balmedie (etwas nördlich von Aberdeen) und haben eine 2,8km kurze Runde durch die Dünen und über den Strand gedreht. Wir hatten wieder Glück mit dem Wetter – Mittags war es recht bewölkt und sah nach Regen aus, hat aber dann doch wieder aufgelockert. Wenn Engel reisen halt… 😇😈😂

Am Strand durften die Hunde ein wenig laufen (nö, sie spielen nicht – Chinua hätte gerne, aber Teddy flüchtet immer 😂), dann ging’s durch die Dünen und an Bunkern aus dem 2. WK zurück zum Auto am kostenfreien Parkplatz.

GB, Aberdeenshire: Stonehaven – Dunnottar Castle

Gleich in der Früh ging´s nach Stonehaven, wo wir am Parkplatz direkt am Hafen geparkt haben. Von dort aus gehen wir die noch menschenleere Hafenpromenade entlang, biegen dann rechts in das kleine Gässchen „Wallace Wynd“ und nach ein paar Schritten auf den „Castle Square“, der gleich darauf in einem schmalen Fußweg bergauf an den letzten Häuschen vorbei mündet. Oben angekommen geht´s ein paar wenige Meter entlang der Straße und dann auf den gut markierten Coastal Path.

Von einem Ausschtspunkt aus kann man den Hafen von Stonehafen überblicken. Dann wandern wir weiter zum Stonehaven War Memorial (gebaut zu Ehren der in den beiden Weltkriegen gefallenen schottischen Soldaten), das ein bisschen wie ein griechischer Tempel aussieht. Auch von hier hat man eine traumhafte Aussicht.

Wir marschieren – fast alleine (auf der Wiese unterhalb des Memorials war ein Mann mit Hund und später kommt uns ein Pärchen entgegen) weiter entlang des Küstenpfades Richtung Castle.

Dort angekommen steigen wir die Stufen hinunter zum Eingang. Eintritt für Erwachsene £7, Hunde dürfen an der Leine kostenfrei mit. Wir bekommen ein laminiertes A4 Blatt mit Infos zum Castle mit auf unsere Besichtigung und dann stehen wir im riesigen Areal der alten Burg.

Die noch erkennbaren Gebäude stammen großteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert, allerdings geht man davon aus, dass der Felsen auf dem das Castle steht, auch schon zur Zeit der Pikten bewohnt war. Es war seitdem immer wieder Mittelpunkt großer Auseinandersetzungen und wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

Noch ist es hier ruhig und außer uns sind nur wenige andere Leute schon unterwegs. Wir besichtigen die Überreste dieser imposanten Burg, u.a. auch das Verlies Namens „Whigs‘ Vault“. 1685 wurden dort während der Rebellion des Earls of Argyll rund 122 Männer und 45 Frauen in einem knapp 50m2 Raum ohne sanitäre Einrichtungen etwa 2 Monate lang aufgrund ihres Glaubens gefangen gehalten. 37 wurden entlassen, nachdem sie ihren Glauben widerriefen. 25 konnten fliehen, 2 davon stürzten aber auf den Klippen in den Tod. 15 von ihnen wurden wieder gefangen genommen, die Übrigen starben oder wurden nach Westindien deportiert.

Nachdem wir genug gesehen haben, steigen wir den schmalen Pfad neben dem Castle hinunter zum Strand. Da wir ganz alleine sind, darf Chinua ein wenig frei laufen und nimmt ein kleines Bad im Meer, auch Teddy bekommt die Schleppleine drauf und kann sich ein bisschen „frei“ bewegen. Und ich gönne mir ein kleines Frühstück, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen.

Als wir die Stufen zum Wanderweg hinauf steigen, kommen uns schon mehr Touristen entgegen und vom nicht weit entfernten Parkplatz des Castles, kommen noch mehr. Gut, dass wir so früh hier waren!

Die Route von Walkhighlands.co.uk würde nun einen anderen Rückweg vorsehen; da er allerdings entlang der Straße führt, entscheide ich mich dazu, den Küstenweg, den wir gekommen sind, wieder zurück zu wandern. Auch hier sind jetzt schon einige Leute unterwegs. Zurück in Stonehaven herrscht im Hafen ebenfalls schon reger Betrieb.

5,7km bei 70hm waren wir unterwegs.

Mit dem Auto fahren wir noch weiter nach Stonehaven Beach und ich probiere die angeblich besten Fish & Chips des Landes bei „The Bay Fish & Chips“. Naja. In Jütland fand ich sie besser. 🙊

GB, Falkland: Maspie Den & Bruce Tyndall Monument

Gleich nach dem Frühstück sind wir nach Falkland gefahren. In diesem pittoresken kleinen Städtchen im Norden der Lomond Hills wurden die Anfangsszenen der Serie “Outlander“ gedreht. Ich habe Diana Gabaldons Roman “Feuer & Stein“, auf dem die Serie beruht, sicher schon vor über 10 Jahren zum 1. Mal gelesen (und seitdem unzählige weitere Male) und vor etwa 1 Jahr dann die Serie für mich entdeckt. Aber bevor ich mich auf die Spuren von Claire & Jamie (ok, eigentlich eher Claire & Frank) begebe, haben wir noch eine kleine Wanderung vor uns.

Von der Webseite www.walkhighlands.co.uk hab ich mir einige Wanderungen für unseren Urlaub heraus gesucht. Hier hab ich den Trail “Maspie Den“ mit dem zum “Tyndall Bruce Monument“ miteinander zu einer etwas über 7km langen Tour verbunden.

Gestartet wird am kostenfreien Parkplatz direkt in Falkland. Von dort geht’s bergauf in den bunten Wald und über unzählige Brücken und Stufen den Maspie Den Trail bis zum Yad Wasserfall.

Apropos Stufen – was haben die Briten nur mit ihren Stufen (und Mauern)?! Ich hab mittlerweile so einen Muskelkater in den vorderen Oberschenkelmuckis, dass selbst Gas geben im Auto manchmal schmerzt. Gut, dass ich Teddy dabei habe; der zieht nach wie vor wie eine Lokomotive (allerdings auch bergab und ich vermute, vom gegenbremsen kommt der Hauptanteil des Muskelkaters…).

Der Yad Wasserfall ist weder besonders groß, noch besonders beeindruckend. Was ihn besonders macht, ist die Tatsache, dass man hinter ihm entlang läuft. Das ist schon eine ganz witzige Sache.

Statt dem Trail wieder zurück nach Falkland zu folgen, nehmen wir nach kurzer Zeit links den Weg hinauf zum Tyndall Bruce Monument. Wir sind ganz alleine unterwegs und gönnen uns oben eine kurze Pause.

Danach geht’s zurück nach Falkland – ohne Stufen, aber wieder über einige Brücken und sogar durch einen kurzen Tunnel. Dann erreichen wir das Städtchen und drehen dort noch eine Runde.

Das Covenanter Hotel ist in der 1. Outlander Staffel Mrs. Bairds Guesthouse, wo Claire & Frank untergebracht sind, am Bruce Fountain, dem Brunnen vor der Kirche, sieht Frank den Highlander, der zu Claires Zimmer starrt und das Schaufenster mit der Vase gehört zum Fayre Earth Gift Shop.

Ich liebe diese alten Steinhäuschen – viele haben nette Namen wie etwa Rose Cottage o.ä. und niedliche Gärtchen davor. Die kleine Stadt hat definitiv ganz viel Charme! Die Runde heute war jedenfalls super-nett und ganz unaufgeregt und ohne jegliches Vieh. Auch mal angenehm…

A “barbarian“ view of the Wall

Heute waren wir bei einem meiner persönlichen Highlights auf dieser Reise – eine Wanderung am Hadrians Wall.

Und zwar nicht irgendwo, sondern beim Abschnitt mit Sycamore Gap. Sagt euch nix? Kennt ihr aber ziemlich sicher. Könnt ihr euch an “Robin Hood – Prince of Thieves“ mit Kevin Costner und Morgan Freeman erinnern? Als die beiden in GB ankommen und ihre erste Begegnung mit dem widerlichen Guy of Gisborne haben? Tja, das war genau bei Sycamore Gap. Die Tatsache, dass ich bald bei einer großartigen Filmkulisse aus einem von mir viel geliebten Film aus Teeniezeiten stehen werde, beeindruckt mich mehr als die Tatsache, dass der Hadrians Wall die Reste einer Befestigungsanlage aus dem 2. Jahrhundert sind. 🙈🙊 Auf Anordnung von Kaiser Hadrian wurde da eine 80 Meilen lange Mauer gebaut, die die Barbaren von den Römern trennen sollte.

Wir starten am kostenpflichtigen Parkplatz Steel Rigg, nur 800m vom Twice Brewed Inn entfernt. Es ist grade 9 Uhr und wir sind noch ganz alleine. Gut gelaunt starten wir auf die 6km kurze Runde. Der Nebel hängt noch in den Talsenken und es ist wunderschön und herrlich still und friedlich.

Wir marschieren den Weg entlang – vorbei an Kühen, zum Glück hinter einer Mauer und freilaufenden Schafen, aber die stören uns ja nicht. Und dann erhaschen wir einen ersten Blick auf den berühmten Sycamore Gap Tree. Hach, ist das toll hier!

Wir kommen zum nächsten Gatter. Und dann falle ich aus allen Wolken. Kühe. Direkt neben dem Weg. Keine Möglichkeit, da mit viel Abstand und unbemerkt drum herum zu kommen. Und nicht nur das. Inmitten der Kühe steht auch noch ein riesiger Bulle. Ich zögere kurz. Vor Kühen und Wildschweinen hab ich, wenn ich Hunde dabei hab, wirklich wahnsinnig schiß.

Und dann entscheide ich mich, um die Weide herum zu laufen. Also ab in die Pampa und den Zaun entlang, in der Hoffnung, da irgendwie drum herum zu kommen. Das Gras ist kniehoch und noch feucht von der Nacht. Und damit nicht genug, sind die Wiesen tief und morastig. Gut, dass meine Gummistiefel im Auto liegen. Meine Füße sind schnell klatschnass und bei jedem Schritt quatscht das Wasser in den Schuhen. Ich hasse das, wenn´s nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle. Und ich hasse nasse Füße. Ich werd langsam pissig. Wir müssen einen Bach überqueren. Teddy bockt und ich lande im Wasser. Waaaahhh! Und zurück zum Weg kommen wir so auch nicht mehr, weil da andere Weiden mit versperrten Gattern sind.

Schei.. drauf, denk ich mir. Dann kraxeln wir eben direkt hinauf zum Wall. Zum Glück ist´s nur ein kurzes Stück und nicht schwierig. Und dann stehen wir das erste Mal bei DEM Baum. So ganz geniessen kann ich’s noch nicht und wir gehen erstmal den Weg, den wir eigentlich retour kommen sollten in die andere Richtung. Man will ja nix versäumen; immerhin war der Umweg um die Weide jetzt quasi eine Abkürzung um knapp die Hälfte der Strecke.

Wir kommen an einem See vorbei und es ist so traumhaft schön, dass meine schlechte Laune bald wieder verflogen ist. Nach einiger Zeit wechseln wir auf die andere Seite des Walls und gehen wieder zurück zu Sycamore Gap. Dort mach ich gefühlte Millionen Fotos, bevor ich mich losreissen kann und wir langsam zurück Richtung Parkplatz gehen.

Gut, dass wir so früh los sind, denn jetzt treffen wir immer mehr Leute. Fast alle sprechen mich auf Chin und Teddy an und streicheln die beiden. Auch eine Deutsche treffe ich, die seit 10 Jahren in GB lebt, weil sie sich einen Schotten geangelt hat. Wir plaudern eine Zeit lang, dann wandern wir weiter. Vorbei an den Überresten von Castle Nick, dann ziemlich steil bergab und dann sind wir wieder in Steel Rigg.

Gut 3 Stunden waren wir unterwegs. Ich freu mich tierisch, trockene Socken und Schuhe anziehen zu können. Und jetzt geht’s weiter nach Schottland!
(Und zurück in Wien muss ich dann direkt den Film wieder mal rauskramen! 😊)

GB, North York Moors: Robin Hood’s Bay

Am kostenpflichtigen Parkplatz von Robin Hood´s Bay angekommen, regnet es immer noch; sogar stärker als in Danby. Deshalb lass ich die Kamera auch im Auto. Manchmal bin ich leider wirklich lernresistent – kurz darauf bereue ich die Entscheidung nämlich schon wieder; zumal der Handyakku auch schon wieder knapp wird.

Direkt am Meer, wo die Ebbe zerklüftete Felsen frei gegeben hat, gehen wir südlich Richtung Ravenscar. Für einen Regensonntag sind überraschend viele Menschen unterwegs. Aber wir sind ja in England – da sind die Leute wohl nicht so empfindlich wie bei uns daheim. Schade eigentlich, ich hätte die Bucht gern für mich alleine gehabt. 😁🙊

Nach einiger Zeit sind wir dann doch alleine – Chinua darf von der Leine und Teddy auch kurzfristig, denn hier sind keine anderen Tiere (ausser ein paar Möwen direkt beim Meer), ich kann ewig weit sehen und groß abhauen könnte er auch nicht. Er kommt recht brav auf Ruf zurück; nachdem er aber keine Lust hat, auf Chinuas Spielaufforderungen einzugehen und doch wieder Leute auftauchen, hänge ich ihn bald wieder an.

Schließlich gehen wir oberhalb des Strandes; wieder am Cleveland Way, zurück zum Städtchen. Knapp 6 km waren wir hier unterwegs.

Unter anderen Umständen hätte ich es mir gerne noch angesehen, aber wir sind alle 3 schon recht nass und haben ja auch noch 2 Stunden Fahrt vor uns.