AT – NÖ, Seebenstein: Türkensturz

Nach der Arbeit sind wir direkt vom Wienerberg aus weiter in den Süden nach Seebenstein gedüst und haben dieses traumhafte Tagerl für einen kleinen Ausflug genutzt.

Da das Bad noch nicht in Betrieb war, sind wir am Parkbad Parkplatz stehen geblieben (es gibt in der Umgebung aber gleich mehrere Parkplätze). Von dort geht´s den Schlossweg ein paar wenige Meter zurück bis zu den beiden Hinweistafeln, wo man sich auch eine kostenfreie Broschüre mit kleiner Karte mitnehmen kann.

Wir marschieren dann den Weg, der ein Stück parallel zur Sraße führt bergauf. Wir kommen an einer kleinen Höhle vorbei und erreichen in einer Kurve bald den Wegweiser zur Burg. Wir folgen der Fortstsraße weiter in Serpentinen bergan – mit ein wenig Phantasie kann man sich nur zu gut Ritter zu Pferd, Bauern mit ihren Ochsenkarren und allerlei anderes Volk auf dem Weg von oder zur Burg vorstellen.

Wir erhaschen noch kurz einen Blick auf den Schneeberg und können dann schon den Turm der Burg Seebenstein zwischen den Bäumen hervorblitzen sehen. Die Burg selbst heben wir für uns für andermal auf – pausieren aber kurz auf der Burgwiese und geniessen die Sonne und den Blick auf das schöne Gemäuer.

Kurz darauf geht es weiter – vorbei an einer verfallenen Steinmauer und dann nicht dem markierten Weg folgend, sondern einen unmarkierten Waldweg bergauf. Wir kommen an einem Hochstand und einer Futterstelle vorbei und gehen dann wieder auf breiterem Weg relativ eben in fast südlich wirkender Gegend dahin. Beim Wegweiser Almweg folgen wir diesem und befinden uns auch bald links neben einer Almwiese.

Wir gehen neben dieser bis zu deren Ende, wenden uns dann nach rechts und folgen dem Wegweiser (und grün markiertem Weg) Richtung Sollgraben. Bald gelangen wir auf asphaltierte Straße. Direkt nach dem ersten Haus auf der linken Seite des Weges befindet sich ein kleiner Bildstock und gegenüber davon geht – auf den ersten Blick leicht übersehbar – ein kleiner Weg rechts bergauf. Vorbei an einer Weide gelangen wir bald wieder in den Wald. Wir bleiben auf dem markierten Weg; bei der Kreuzung mit der Naturparkwegtafel biegen wir wieder rechts ab und gehen Richtung Türkensturz.

Kurze Zeit später erreichen wir unser Ziel. Der Türkensturz (ca. 614m) ist eine alte Ruine (angeblich 1824 entstanden) an einer steilen Bergwand bei Gleißenfeld in der buckligen Welt. Eine genaue Überlieferung gibt es nicht, einer Sage nach lockte die Jungfrau Maria höchstselbst die belagernden Türken zum Abgrund, über den sie dann in die Tiefe stürzten. Wir gehen zum Kreuz und bis vor zum Torbogen, geniessen vorsichtig den Blick auf Gleißenfeld und machen bei dem Bankerl vor dem Kreuz kurz Pause.

Anschließend marschieren wir die Forststraße zurück bergab Richtung Seebenstein – gelangen beim ersten Wegweiser zur Burg dann wieder auf den Weg, der zurück zum Parkbad führt.

Leichte Tour mit 6,75km, 240hm, viel zu sehen und kein freilaufendes Vieh. An sonnigen Sonn- oder Feiertagen oder in den Schulferien allerdings sicher eine gut frequentierte Strecke und beliebtes Ausflugsziel. Wir hatten Glück – unter der Woche zur Nachmittagszeit haben wir kaum Leute getroffen.

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