Herz-Check

Unsere heutige Challenge: Besuch bei der Kardiologin für einen ersten Check-Up Richtung Canicross und Bikejöring-Tauglichkeit, wenn im Herbst die Saison wieder losgeht:

Zuerst auf Q-Art in die Praxis hinein geflogen.
(Meint: Tür auf, 35kg Fellmassen stürzen hinein um als erstes alles in Über-Q-Augenhöhe mit den Vorderpfoten voran in der Luft 🙌 zu erkunden; vermerke positiv: immerhin kein Versuch, etwas zu markieren ☝️ ).

Abhören ohne Maulschlaufe wegen starker Hechelei ein Ding der Unmöglichkeit.

Vereinte Kräfte 💪 von 2 erwachsenen Damen nötig, um den Plüschchinesen in Seitenlage am Tisch zu halten (merke: what´s appen nach derartiger Beanspruchung der Armmuskulatur kaum möglich ) um ein Herzultraschall machen zu können.

Und dann entleert der Ar…lochköter auch noch seine Analdrüse am Untersuchungstisch und stinkt seitdem wie ein ganzer Raubtierkäfig. 🤮

Aber 5378 Nerven ärmer weiss ich jetzt: Herz ist in Ordnung! 👏🥳

(Muss es auch sein, sonst müsst die Kackbratze schon 10x umgeflogen und am Herzkasperl verstorben sein, bei seinem Gehibbel)

Für heute haben wir fertig… 😴

Krallenschutz

Seit Dienstag Nachmittag trägt Chin an den Hinterpfoten über den beiden jeweils mittleren Krallen solche Krallenpräservative. 😁 Sie schleift noch nicht ständig oder arg, aber wenn sie müde wird oder keinen Bock hat und bevor die Krallen irgendwann bis zum Nerv abgeschliffen sind, gibt’s lieber rechtzeitig den Krallenschutz drauf.
Bisher stören sie sie nicht und halten gut.
Aber das nächste Mal bekommt sie welche in pink, blau oder lila… ☝️😁😂😌

Bewegung im Sommer

Heute mal wieder ein Video von der Grande Dame. Dass es von ihr derzeit weniger gibt, liegt daran, dass die graue Eminenz momentan nach dem Motto: „so wenig bewegen wie möglich“ agiert. Außer zum bissl in der Sonne liegen, findet sie die Hitze eher suboptimal. Abgesehen von unseren regelmäßigen Unterwasserlaufband-Einheiten, ab und an Abends ein paar Muckiübungen und die nächsten Wochen wenn möglich auch 1-2x schwimmen, ist sonst eher faul rumkugeln angesagt… 😌

Übungsobjekt

Dank der lieben Tante Karin von Hundherumgsund (Daaaanke!!! 😘😘😘) durfte Chin heute einer der Übungshunde bei dem „Faszien für Könner“ Seminar von Physiovet sein. Sie bekam eine chiropraktische Behandlung, Triggerpunkte wurden aufgelöst und alles ein bissl gelockert. Und sie war so brav und ließ sich gleich von mehreren Tierärztinnen geduldig und artig abtasten und behandeln, mein kleiner Labrador im Wolfhundpelz (zumindest was 2Beiner betrifft 😉😁).

Danach fühlte sie sich offenbar so frisch und fröhlich, dass sie beim heimkommen nicht nur Q enthusiastisch begrüsst und zu einem kurzen Spiel aufgefordert hat, sondern auch noch so übermütig war, dass sie meinte, die letzte Stufe ins Bett nicht mehr zu brauchen, sondern schon von der vorletzten weg springen zu können. Tja. Für so viel Action bei so viel Gewicht ist die Treppe dann doch nicht ausgelegt und der hintere, nicht angeschraubte, sondern nur auf einem kleinen Bolzen liegende Teil der Stufe hat nachgegeben. 😏 Müssen wir demnächst anschrauben und bis dahin die „Halb-Treppe-halb-Rampe“ Variante nutzen… 🤷‍♀️

P.S. Q ist übrigens kein armes Kellerkind, sondern hat sich den Platz unterm Bett selbst ausgesucht… 😉

Er hat die Haare schön

Gestern waren wir bei Active-Groom zu Besuch und Q hat seinen Sommer“haarschnitt“ bekommen. Gute 2 Stunden hat sich die arme Elke geplagt und ihm Massen an Unterwolle raus gebürstet und die Hosen hinten noch etwas gekürzt. Es wär´ ja theoretisch sogar noch mehr raus gegangen, praktisch war nach 2 Stunden beim Q-ulldozer aber Schicht im Schacht und seine Geduld (die, wie ich zugeben muss, eh erstaunlich war – ich hätte nicht mal mit 1 Stunde Durchhaltevermögen gerechnet 😌) erschöpft. Jetzt hat er die Haare schön und ja, ein bissi herzig schaut der – ohne das Röckchen fast schnittige – Plüschpopo mit den Hansi-Stieferln schon aus.

Allerdings treten die Abgase, die sich nach den 2 Lutschtuben, dem Tupperdoserl Extrawurstwürfeln, der Tupperdose getrockeneter Hühnerherzen, ein bisschen getrockneter Rinderlunge und einigen anderen Kaustangerln, (welche nötig waren, um sich seine Geduld zu erkaufen) unermüdlich bilden dürften, jetzt völlig ungefiltert aus… 💨🤢🥴

Sorgen um Chinua

Vor etwa 2 Wochen habe ich erfahren, dass einer von Chinuas Brüdern an DM erkrankt und bereits in fortgeschrittenem Stadium ist und auch ihre Schwester daran leidet. Degenerative Myelopathie ist eine vererbbare, chronisch fortschreitende Rückenmarkserkrankung, bei der es zuerst zur Lähmung der hinteren Gliedmaßen kommt, die sich im weiteren Verlauf aber nach vorne ausbreitet bis letztendlich auch die Atemmuskulatur versagt. Diese Krankheit ist schon seit langem wie ein Schreckgespenst für mich, aber ich hab es immer von mir weg geschoben und mir gesagt: aber nicht Chinua. Nun so sehr damit konfrontiert, habe ich im Internet etwas recherchiert und erschrocken festgestellt, dass Chin durchaus die auch für diese Krankheit beginnenden Symptome aufweist. Das wegrutschen der Hinterbeine auf glattem Boden, das Überköten beim gehen… das alles kommt vielleicht nicht einfach vom Alter, sondern davon, dass bei ihr DM womöglich auch ausgebrochen ist.
Eine chiropraktische Behandlung brachte zu Tage, dass die gesamte linke Seite (Hals, Schulter, Hüfte, Knie) weh war und sie insgesamt nicht gut bemuskelt ist. Zusätzlich haben wir ein Intensivprogramm an Muskelaufbau mittels Physio (2x/Woche Unterwasserlaufband, verstärkt wieder gezielte Übungen), inkl. lasern und Enzündungshemmer, sowie entsprechendem Futterzusatz gestartet.
DM selbst ist zwar schmerzlos, aber durch Fehlbelastungen und/oder zusätzliche anderen Wehwechen kann es schon auch zu Schmerzen kommen.
Nun gab es zwar schon Verbesserungen, aber die mögliche Diagnose DM hing immer noch wie eine finstere Gewitterwolke über uns. Also habe ich mich nach langem Überlegen dazu entschlossen, den Gentest bei Laboklin zu machen. Heute kam das Ergebnis: Chinua ist N/DM – das bedeutet, dass sie zwar Träger des Gendefekts ist, nicht aber Doppelträger, was wiederum bedeutet, dass sie vermutlich nicht daran erkranken wird.
Somit erstmal vorsichtige Entwarnung und etwas Hochgefühl beim Frauchen. Jetzt heissts halt weiter Muckis aufbauen (und falls das nicht so zufriedenstellend verläuft, wie erhofft, weiter nach einer Ursache suchen).

Die Laserbrille steht ihr aber jedenfalls vorzüglich. Mit einem Lederhäubchen könnte sie glatt als Quax, der Bruchpilot durchgehen. 😁

Ich trage übrigens auch eine und wir schauen uns jedes Mal so an: mei, schaust du blöd aus damit…

Danke an alle, die mein sorgenvolles Gejammere und meine Launen die letzten 2 Wochen ertragen und mich mit Infos und gut Zureden untertützt haben.

Danke!

Langsam nehmen sie ab – diese kurzen, grausamen Momente unmittelbar nach dem Aufwachen, in denen man für eine Millisekunde denkt, alles wäre gut. Bevor einen die Erkenntnis trifft, dass gar nichts gut und die Welt nicht mehr die ist, die sie gerade eben noch war.

Ich danke Euch allen so sehr für Eure Anteilnahme. Ob direkt im Beitrag, ob via Messenger oder What´s App, SMS, persönlich oder sogar per Brief mit Holzherz oder Blumengruß. Worte selbst mögen nicht viel Trost sein, diese unglaubliche Menge an lieben und ebenso betroffenen Nachrichten aber schon. DANKE!

Teddy jedenfalls hätte sich bestimmt wahnsinnig gefreut und es hätte ihm gefallen, so viele Menschen berührt zu haben und von so vielen gemocht zu werden – obwohl die meisten ihn gar nicht persönlich gekannt haben. Für ihn gab es nichts Schöneres, als von 2-Beinern beachtet und gestreichelt zu werden – er hat alle Menschen toll gefunden und geliebt.

Mein kleiner großer Li-La-Laune-Bär – stets fröhlich und gut gelaunt, so unglaublich lebenslustig und fähig, sich über alles „an Haxn auszufreuen“, wie man bei uns in Wien sagen würde. Er hat sich gefreut, wenn wir zu Unternehmungen aufgebrochen sind. Er hat sich aber genauso gefreut, wenn wir wieder zurück nach Hause kamen. Er hat sich über seine Plüschtiere gefreut und er hat sich in der Früh gefreut, wenn´s das 2. Frühstück in Form eines Kauzeugs (am allerliebsten hatte er gepuffte Schweinenasen) gab. Er hat sich gefreut, neue Artgenossen und 2-Beiner kennen zu lernen und er hat sich gefreut, wenn man ihm etwas beibringen wollte. Ganz stolz war er, als er verstanden hatte, dass er mit seinem Kopf selbst ins Geschirr schlüpfen soll, beim heimkommen die Pfoten geben damit man sie abwischen kann oder einfach etwas im Fang halten. Er hat´s oft kaum erwarten können, etwas zu tun; sobald er wusste, was von ihm gewünscht wurde. Stundenlang konnte er sich kraulen und streicheln lassen und hat – kaum, dass man auch nur kurz inne gehalten hat – mit seiner Nase gestupst, damit man doch bitte noch ein bisschen weiter macht. Und immer hatte er ein Lächeln im Gesicht. Dieses unglaublich süße Gesicht, dass seinen einfach nur lieben und reinen, unschuldigen Charakter so perfekt wieder gespiegelt hat.

Er war etwas ganz Besonderes; unsere ganze gemeinsame Geschichte war irgendwie Besonders und – auch wenn ich eigentlich der nüchterne Typ bin, der nicht an solche Dinge glaubt – irgendwie doch scheinbar fast schicksalhaft. Ich habe nicht nach ihm gesucht, sein Bild war einfach da und hat mich nicht mehr losgelassen. Er war an jemand anderen vermittelt, nur um dort zu randalieren und doch wieder zurück zu kommen. Er hat sowohl Chinua, als auch mich bei unserem ersten Besuch sofort überzeugt, ist beim abholen mit uns mitgegangen und wie selbstverständlich in mein Auto gehüpft; so als gehörte er schon immer dazu. Er hat uns nach Nanooks Tod wieder vollständig und glücklich gemacht.
Aber genauso wie Teddy in unser Leben hinein gekracht ist, ist er auch wieder aus unserem Leben heraus gekracht.

Nachdem der Befund der Tierklinik an meine Tierärztin ging, weiß ich nun, dass es eigentlich so gut wie kein Hätte und Wäre gegeben hat. Es war wohl eine Vorschädigung der Lunge da – ob irgendwie vererbt oder möglicherweise durch einen Unfall o.ä. verursacht, weiß man nicht. Nur, dass es früher oder später vermutlich passiert wäre und insofern hatten wir „Glück“, dass es in der Tierklinik und nicht mitten in der Pampa beim biken, wandern oder im nächsten Schottlandurlaub passiert ist, wo er nicht nur wenige Minuten gegen das Ersticken kämpfen hätte müssen, bevor er von der Narkose eingelullt wurde, sondern einen wesentlich längeren Todeskampf gehabt hätte. Und selbst wenn eine Reanimation gelungen wäre, hätten Wochen stationären Aufenthalts gefolgt, mit ungewissem Ausgang und ohne dass wir jemals wieder an unserem so wunderbaren gemeinsamen Leben hätten anknüpfen können.

Das macht es nicht weniger traurig, grausam oder unfair, aber es hilft mir dennoch ein wenig (Danke Karin! ), weil ich schlicht nichts hätte tun können. Und es macht mich umso glücklicher und dankbarer, diese so wunderbare Seele gekannt und ein Stückchen – sein letztes Stückchen – begleitet und ihm ein eigenes zu Hause, in dem er erwünscht – nein, absolut Willkommen, gewollt und geliebt war, gegeben zu haben. Er hat sich jedenfalls unglaublich geliebt auf seine letzte Reise gemacht – nie hätte ich gedacht, dass ich einen neuen 4-Beiner in so kurzer Zeit so wahnsinnig lieb gewinnen kann.

„If tears could build a stairway and memories build a lane, I´d walk right up to heaven, and bring you home again…“