Danke!

Langsam nehmen sie ab – diese kurzen, grausamen Momente unmittelbar nach dem Aufwachen, in denen man für eine Millisekunde denkt, alles wäre gut. Bevor einen die Erkenntnis trifft, dass gar nichts gut und die Welt nicht mehr die ist, die sie gerade eben noch war.

Ich danke Euch allen so sehr für Eure Anteilnahme. Ob direkt im Beitrag, ob via Messenger oder What´s App, SMS, persönlich oder sogar per Brief mit Holzherz oder Blumengruß. Worte selbst mögen nicht viel Trost sein, diese unglaubliche Menge an lieben und ebenso betroffenen Nachrichten aber schon. DANKE!

Teddy jedenfalls hätte sich bestimmt wahnsinnig gefreut und es hätte ihm gefallen, so viele Menschen berührt zu haben und von so vielen gemocht zu werden – obwohl die meisten ihn gar nicht persönlich gekannt haben. Für ihn gab es nichts Schöneres, als von 2-Beinern beachtet und gestreichelt zu werden – er hat alle Menschen toll gefunden und geliebt.

Mein kleiner großer Li-La-Laune-Bär – stets fröhlich und gut gelaunt, so unglaublich lebenslustig und fähig, sich über alles „an Haxn auszufreuen“, wie man bei uns in Wien sagen würde. Er hat sich gefreut, wenn wir zu Unternehmungen aufgebrochen sind. Er hat sich aber genauso gefreut, wenn wir wieder zurück nach Hause kamen. Er hat sich über seine Plüschtiere gefreut und er hat sich in der Früh gefreut, wenn´s das 2. Frühstück in Form eines Kauzeugs (am allerliebsten hatte er gepuffte Schweinenasen) gab. Er hat sich gefreut, neue Artgenossen und 2-Beiner kennen zu lernen und er hat sich gefreut, wenn man ihm etwas beibringen wollte. Ganz stolz war er, als er verstanden hatte, dass er mit seinem Kopf selbst ins Geschirr schlüpfen soll, beim heimkommen die Pfoten geben damit man sie abwischen kann oder einfach etwas im Fang halten. Er hat´s oft kaum erwarten können, etwas zu tun; sobald er wusste, was von ihm gewünscht wurde. Stundenlang konnte er sich kraulen und streicheln lassen und hat – kaum, dass man auch nur kurz inne gehalten hat – mit seiner Nase gestupst, damit man doch bitte noch ein bisschen weiter macht. Und immer hatte er ein Lächeln im Gesicht. Dieses unglaublich süße Gesicht, dass seinen einfach nur lieben und reinen, unschuldigen Charakter so perfekt wieder gespiegelt hat.

Er war etwas ganz Besonderes; unsere ganze gemeinsame Geschichte war irgendwie Besonders und – auch wenn ich eigentlich der nüchterne Typ bin, der nicht an solche Dinge glaubt – irgendwie doch scheinbar fast schicksalhaft. Ich habe nicht nach ihm gesucht, sein Bild war einfach da und hat mich nicht mehr losgelassen. Er war an jemand anderen vermittelt, nur um dort zu randalieren und doch wieder zurück zu kommen. Er hat sowohl Chinua, als auch mich bei unserem ersten Besuch sofort überzeugt, ist beim abholen mit uns mitgegangen und wie selbstverständlich in mein Auto gehüpft; so als gehörte er schon immer dazu. Er hat uns nach Nanooks Tod wieder vollständig und glücklich gemacht.
Aber genauso wie Teddy in unser Leben hinein gekracht ist, ist er auch wieder aus unserem Leben heraus gekracht.

Nachdem der Befund der Tierklinik an meine Tierärztin ging, weiß ich nun, dass es eigentlich so gut wie kein Hätte und Wäre gegeben hat. Es war wohl eine Vorschädigung der Lunge da – ob irgendwie vererbt oder möglicherweise durch einen Unfall o.ä. verursacht, weiß man nicht. Nur, dass es früher oder später vermutlich passiert wäre und insofern hatten wir „Glück“, dass es in der Tierklinik und nicht mitten in der Pampa beim biken, wandern oder im nächsten Schottlandurlaub passiert ist, wo er nicht nur wenige Minuten gegen das Ersticken kämpfen hätte müssen, bevor er von der Narkose eingelullt wurde, sondern einen wesentlich längeren Todeskampf gehabt hätte. Und selbst wenn eine Reanimation gelungen wäre, hätten Wochen stationären Aufenthalts gefolgt, mit ungewissem Ausgang und ohne dass wir jemals wieder an unserem so wunderbaren gemeinsamen Leben hätten anknüpfen können.

Das macht es nicht weniger traurig, grausam oder unfair, aber es hilft mir dennoch ein wenig (Danke Karin! ), weil ich schlicht nichts hätte tun können. Und es macht mich umso glücklicher und dankbarer, diese so wunderbare Seele gekannt und ein Stückchen – sein letztes Stückchen – begleitet und ihm ein eigenes zu Hause, in dem er erwünscht – nein, absolut Willkommen, gewollt und geliebt war, gegeben zu haben. Er hat sich jedenfalls unglaublich geliebt auf seine letzte Reise gemacht – nie hätte ich gedacht, dass ich einen neuen 4-Beiner in so kurzer Zeit so wahnsinnig lieb gewinnen kann.

„If tears could build a stairway and memories build a lane, I´d walk right up to heaven, and bring you home again…“

Kaputtes Plüsch

Ein bisschen Training zum Konditions- & Muckiaufbau für eine aktive Herbstsaison und unseren bevorstehenden Roadtrip – Teddys erstes Unterwasserlaufband-Training bei unserer Stammtierärztin Tante Karin von Tier-Therapie . Tüchtig war der Bub! ❤
(Chin kam natürlich auch in „den Genuss“ 😉☺)

Abends das erste Mal ohne Aufforderung (und ohne Frauchen Pfötchen haltend und dauerkraulend neben sich) auf die Couch gekraxelt.

Karin, ich glaub wir haben das Plüsch kaputt gemacht…

Danke!

Ihr Lieben! Wir möchten uns ganz herzlich für Eure Anteilnahme bedanken – direkt unter dem Beitrag in Facebook von Donnerstag, per Messenger, What´s App, SMS, E-Mail und persönlich – wir sind überwältigt von dieser unglaublichen Menge an Mitgefühl.

So unterschiedlich wir Hundehalter und unsere 4-Beiner auch sind, so sehr Meinungen zu Hundehaltung, zu Erziehung und Sport auch auseinander gehen – vor diesem einen letzten Tag graut uns letztendlich allen und er eint und verbindet uns.

Gerne möchten wir auch die Frage beantworten, was passiert ist. Ja, Nanook war bis vor 2 Wochen für sein Alter und seine Rasse wirklich noch toll drauf und erstaunlich fit. Zumal ihm ja vor 1,5 Jahren ein Karzinom samt der darunter bereits verkümmerten Niere entfernt wurde. Vor 2 Wochen erkrankte er dann ganz plötzlich an einer wirklich schlimmen Bauchspeicheldrüsenentzündung (die Referenzwerte liegen bei unter 200 – er hatte 1900!). Vergangenes Wochenende und dann v.a. am Montag schien es doch endlich bergauf zu gehen. Leider wohl nur ein letztes, kurzes Aufbegehren, denn seit Dienstag Mittag wurde sein Befinden wieder schlechter und Mittwoch Früh mussten wir schließlich die schwere Entscheidung treffen, ihn gehen zu lassen. Zu Mittag kam eine unserer beiden Tierärztinnen und Nanook durfte zu Hause im Beisein von Herrchen, Frauchen und Chinua seine letzte Reise antreten. Anschließend fuhr er mit unserer TA in ihre Praxis, wo er von Antares abgeholt und davor noch post mortem geschallt wurde – er hatte bereits einen großen Milztumor; Bauchspeicheldrüse und Gallenblase waren stark vergrößert.

Auch wenn diese Seite ohne Nanook nicht mehr dieselbe sein wird, haben wir uns dazu entschlossen, sie noch so lange fort zu führen, bis auch Chinua sich auf den Weg macht (was hoffentlich noch ganz, ganz lange dauert) und White & Wolf auf ewig miteinander vereint sind. Hier, in unserer Erinnerung und in unseren Herzen wird Nanook weiter leben…

„…unseen, unheard, but always near, still loved, still missed and very dear…“

Ein Funken Hoffnung?!

Wir bedanken uns ganz ganz herzlich für die vielen Likes und Genesungswünsche und lieben Worte auf Facebook und auch via pm und Mail. Ihr seid echt klasse!!!
Nach 1 Woche a 3 Infusionen am Tag ist Frauchen neben Fieber messen und Medizin verabreichen mittlerweile auch Meisterin im Venenflon spülen und Verband anlegen. 😏😝

Momentan schaut’s einmal nicht so schlecht aus. Seit dem Wochenende frisst der Bub wieder (mal mehr, mal weniger und etwas mäklig, aber Hauptsache überhaupt). Er mag wieder spazieren gehen und ein bissl was machen. Wir hoffen, dass das auch trotz langsamer Reduktion der Medikamente so bleibt und der Bluttest nächste Woche einen Rückgang der Entzündungswerte bzw eine Besserung der Bauchspeicheldrüsenwerte offenbart.