Eine Weihnachtsgeschichte

👼 Die 2 Plüschengerln – Eine Weihnachtsgeschichte 🎄

Neulich bin ich Abends auf der Couch gesessen – mit meinen dicken Wollsocken und in eine kuschelige Fleecedecke gehüllt. Teddy und Chinua sind entspannt und zufrieden auf dem weichen Teppich vor der Couch gelegen und haben miteinander getuschelt. Da konnte ich nicht umhin, meine Ohren zu spitzen und die beiden ein wenig zu belauschen.👂

„Du Chinua“ hat Teddy gesagt, „wieso hängt da draussen im Garten denn jetzt plötzlich so ein leuchtendes Lichterdingens?“ „Und was sollen die Zweiglein und das viele Glitzerzeug, dass Frauchen da anschleppt?“ „Ahhhhh“ entgegnet Chinua wissend. „Weißt du, jetzt kommt die schönste Zeit im Jahr! ☝️Da sind die 2-Beiner ganz besonders spendabel. Für ein paar Wochen gibt´s jeden Abend ein leckeres Keks für uns. 🍪 Adventkalender nennen die das“ grinst sie und leckt sich veträumt über die Nase. „Hmmmmm“ sagt Teddy und denkt nach. „Aber Chinua, das bekommen wir doch jetzt auch jeden Abend aus der Dose auf dem Kühlschrank?“ „Stimmt“ pflichtet Chin ihm bei. 🤔

„Und dann gibt´s Geschenke 🎁.“ fährt sie schließlich fort. „Einfach so, ohne dass wir dafür tricksen oder lieb sein müssen oder so. Zuerst kommt der Hohoho-Nikolo 🎅 und bringt uns was, wenn wir brav waren, sagt die 2-Beinerin. Aber wir bekommen auch was, wenn wir nicht brav waren. Und einige Zeit später kommt dann der Christhund. 🐺 Der kommt auch nur zu braven Hunden, ermahnt Frauchen immer. Aber auch der ist noch jedes Jahr da gewesen. Du musst dich also nicht fürchten leer auszugehen.“ erklärt sie. „Und du musst jetzt auch nicht ganz besonders brav sein“ fügt sie noch schnell hinzu. „Streber mag hier nämlich keiner, weißt du?!“ 😈

Fast hätt ich die beiden da unterbrochen und Chinua gefragt, ob sie noch ganz dicht ist. 🤨 Aber ich kann mich gerade noch rechtzeitig zurück halten und lausche stattdessen weiter.

„Und wieso machen die das ganze Tamtam?“ fragt Teddy gerade. „Ach, die feiern da Nächstenliebe 💕 und Frieden 🕊 und so. Ganz rührselig und feierlich werden sie da, die 2-Beiner. Weihnachten ist die Zeit, wo man ganz besonders und noch mehr als sonst an die denken muss, denen es nicht so gut geht wie uns, sagt Frauchen immer.“ „Aaaaaaha“ macht Teddy nachdenklich. 🤔 Und dann sind die beiden eingeschlafen und ich hab nur mehr zufriedenes schnarchen vernommen. 🤫😴

Grade patscht mir Teddy seine Riesenpfote auf den Arm. „Du Frauchen“ brummt er. „Chinua hat mir da sowas erzählt von einem Adventkalender, den es für uns Hunde bald geben wird“. „Jaaaaa?“ mache ich und bin gespannt, was jetzt kommt. „Weißt du, wir bekommen ja jetzt auch jeden Abend einen Gute-Nacht-Keks. 🍪 Und weil doch Weihnachten🎄auch das Fest der Nächstenliebe 💕 ist, hab ich mich gefragt, ob ich meinen Adventkalenderkeks vielleicht einem Tier geben darf, dem es nicht so gut geht. Weil eigentlich brauche ich keine 2 Kekse an einem Abend“ meint er und blickt mich ganz treuherzig an. „Aha“ sage ich. „Und woran denkst du da genau, Teddy?“ frage ich nach.

„Najaaaa“ druckst er ein bissl herum. „Weißt du, ich bin ja schon wirklich sehr froh, dass ich jetzt ein zu Hause habe. Aber dort wo ich herkomme; also nicht ganz früher, sondern dort wo ich vor hier war… Da waren die 2-Beiner auch sehr lieb und bemüht und da waren noch so viele andere wie ich. Meinst du vielleicht, wir könnten meine Adventkalenderkekse dorthin schicken?“ Wieder ein treuherziger Blick, wie ihn nur Hunde zustande bringen. 😇 Ich denke kurz nach.

„Was meinst denn du dazu?“ wende ich mich an Chinua, die interessiert zugehört hat. „Hmmmmmmmm“ macht sie. „Also eigentlich kann man ja nie genug Kekse haben. Ich hätte wirklich nichts gegen 2 Kekse am Abend einzuwenden.“ sagt sie und grinst. 😀 „Aaaaaber“ setzt sie nach „die besten Kekse schmecken mir nicht, wenn ich alleine bin. Und deshalb spende ich mein Adventkalenderkeks auch gerne dorthin, wo wir Teddy hergeholt haben. Denn ohne die wär ich immer noch Einzelhund und das hat mir so gar nicht gefallen. Und auch wenn die olle Plüschkugel manchmal nervt“ (sie dreht Teddy eine lange Nase 😝 – wirklich, ich habs genau gesehen!) „bin ich doch ganz schön froh, dass wir ihn haben.“ 🥰 schließt sie feierlich. Und er schnaubt etwas verlegen und schaut blöd 🥴, wie nur Rüden🙊😜 das können.

„Gut“ sage ich. „Dann machen wir einfach folgendes: statt einem Adventkalender für euch beide, aus dem ich jeden Abend 2 Kekse nehmen würde, packen wir jeden Tag 2 Gourmet-Thunfisch Dosen vom Meiniger Amazon Wunschzettel in ein virtuelles Päckchen. 🥓🥩🍗 Ich bin mir sicher, der Nikolaus und der Christhund geben auch noch eine Kleinigkeit dazu und das lassen wir dann an dein früheres Zwischen-zuhause schicken, ok?“ „Ja“ sagt Teddy. „Das finde ich gut!“ und auch Chinua schaut zufrieden drein.

Eine nasse Hundenase stupst mich ins Gesicht. Ich grunze ein wenig und öffne unwillig ein Auge. 👀 Vor mir schwarz weißer Pelz. Ich gähne, puste die Hundehaare aus dem Mund, strecke mich und setz mich auf. Hab ich das alles nur geträumt? 2 Paar Hundeaugen schauen mich wissend an und mir scheint, die beiden grinsen verstohlen. Hmmmm. Aber wer weiß. Es ist bald Weihnachten und da ist ja bekanntlich alles möglich, oder nicht? Aber ob Traum oder nicht – ich hab ein Amazon-Einkaufskörbchen 🧺 für ein tolles, engagiertes Tierheim in Meiningen zu packen und bin dann mal shoppen. Gute Nacht Welt! 🌙😴⭐️

Revoluzzer!

😴 22:00. Ich wache fiebrig auf der Couch auf. Kaum hab ich ein Auge offen, hüpft der kleine graue Köter von eben dieser (vermutlich hat sie mich so lange angestarrt, bis ich vom stechenden Wolfhundblick munter geworden bin), stellt sich davor und stiert mich an. 😶

„22:00. Allerhöchste Eisenbahn zum letzten Gassigang, Frauchen. Mach schon!“ Blick zur Türe. Blick zurück zu mir. Ungeduldiges seufzen. „Also gut Chinua, ich mach ja schon“. Wahrscheinlich muss sie schon. Spaziergang fiel heut ja wegen Krankheit aus. Nur ein paar Mal in den Garten zum lösen. Ich quäl mich auf. 😵

Selbstverständlich hat Madame draussen dann alle Zeit der Welt. Von eilig keine Spur. Schnüffel hier, schnüffel da, trödel… *zitterbibber* 😑 Endlich, ein paar Tröpfchen. Halleluja!

Wir kommen zurück in die Wohnung. Erwartungsvoll stellt sich Madame Wolfhund zum Kühlschrank. Dort oben steht die Keksdose. Zeit fürs Betthupferl. „Ok Chinua. Ich mach ja schon.“ Beide Hunde bekommen ihren Gute Nacht Keks. 🌙🍪

Ich geh zurück ins Wohnzimmer. Ich bin krank und muss morgen nicht so früh raus. Ich mag lieber noch ein wenig auf der Couch vor mich hin vegetieren. 😴 Chinua trappelt mir nach und sieht mich empört an. 😶 „Zeit zum schlafen gehen, Frauchen! Mach schon, ich will ins bequeme Bett!“. Aber Frauchen mag nicht. Weitere empörte Blicke und ein ungläubiges schnauben von Frau Grau. 😤 Ich ignoriere sie. Dann klettert sie in Z E I T L U P E auf die Couch. Dreht sich 5x. Lässt sich theatralisch fallen. Seufzt und stöhnt. Zuckt und ruckt noch ein paar Mal mit den Pfoten (ist ja schliesslich soooooo klein die Couch. Komisch. Der grosse graue Köter passt problemlos drauf…). Fügt sich leidend ihrem Schicksal. Seufz. Stöhn. Brumm… 😞

So! Der hab ich’s jetzt aber gezeigt! 😀 Ich bin ein richtiger Revoluzzer! Jawollja! Von wegen Hunde dressieren ihre 2-Beiner… 😏😉

Teddy & das Puppi

Heut ist unser Packerl mit dem bestellten Kauzeug gekommen. Mit dabei als Geschenk: ein Eisbärpuppi. Eigentlich wollt ich´s ja bei unserer Weihnachtsaktion vom Verein einem Tierheim spenden. Weil: Wir haben eh genug Spielzeug – Chin schaut´s selten an und Teddy gar nicht. Aber tja… den Weihnachtsteddy fand er wohl ganz toll. 😍🐺🐻

4, 5 Monate dauert es oft, bis ein Hund in seinem neuen zu Hause angekommen ist, sagt man. So scheint es auch bei uns zu sein. Teddy lässt sich immer öfters auf ein Spielchen mit Chinua ein, fordert sie ab und an sogar von sich aus auf. Für Extrawurst-Stückchen tut er mittlerweile fast alles (manchmal mit so viel Enthusiasmus, dass man ihn etwas bremsen muss, weil er sich selbst im Weg steht) und sogar beim spazieren gehen, lässt er sich damit immer besser von der spannenden Welt ablenken. Er freut sich wie Bolle über sein Futter und wenn er Kauzeug bekommt. Und offenbar entdeckt er langsam eben auch Spielzeug und ein bisschen spielen und zergeln für sich. Es ist so schön zu sehen, wie er immer weiter auftaut, sich immer mehr traut und Tag für Tag mit einer Begeisterung über das Leben freut. ❤️❤️❤️

Ok, meistens. Hin und wieder gibt´s selten Momente, da könnte man auf das neue Selbstbewußtsein schon verzichten. So wie heute Mittags zum Beispiel, wo er beim ins Auto einsteigen trotz einem „Zu mir“ noch schnell zum Türl im Vorgarten rennen und den gerade vorbei gehenden Hund erschrecken musste. Der hat sich natürlich darüber aufgeregt, woraufhin das blöde Türl aufgegangen ist. Da hat sich Teddy nicht 2x bitten lassen, ist hinaus gehuscht und fand es fuuuurchtbar lustig, um den erregten Hund herum zu springen. Dann fand er´s noch fuuuurchtbar lustig, den sich über den Tumult aufbuddelnden Hovawart im Garten 3 Grundstücke unter uns zu sekkieren. Und dass Frauchen zornig wie Rumpelstielzchen vergeblich versucht hat, den verdammten grauen Köter, der weder Leine noch Halsband trug, zu erwischen, fand er, seinem Gesicht nach zu schließen, auch fuuuurchtbar lustig. Grrrrr. Schande über mich. Ich hätt mich und die herumhüpfende Plüschtöle verflucht, wenn ich die Frau mit dem anderen Hund gewesen wäre. 😌🙈🤦‍♀️

Merke: die nächsten Tage üben wir: wir stürmen – auch nicht nur ganz kurz – unter keinen Umständen zum Vorgartentürl… 😏😬😎

Couchkuscheln

Couchkuscheln am Sonntag Abend. Was Frau Wolfhund drunter versteht: eingekringelt am anderen Ende der Couch damit man ja nicht begrabbelt und begrapscht wird. Was Teddy drunter versteht: wie sich’s für ein Schosshündchen gehört – möglichst nah drauf. 😏😝