Umgeben von Arschlöchern…

Die letzten 2 Tage auf unserer frühmorgendlichen Runde: von einem jungen Arschlochfuchs verfolgt – ist immer so im Abstand von etwa 100 m hinter uns hergeschlichen, der Arschlochrotschopf. Frau Grau – nicht auf Arschlochtrip – bloß geguckt; der Arschlochplüsch am ersten Tag (aber nur) ein bissl aufgeführt, als er den Arschlockreinecke gegen Ende der Runde entdeckt hat; gestern nicht mitbekommen (weil: Arschlochfrauchen konnte verhindern, dass Arschlochmalamütze nach hinten schaut *harharhar*).

Heute Früh, grade mal 3 Schritte vom Grundstück weggeschlurft, wuselt uns was auf der Straße entgegen und macht keinerlei Anstalten auszuweichen. Etwa 3 m vor uns mal laut „ge-gschschschtet“ – hebt der Arschlochdachs endlich seinen Arschlochkopf, checkt, dass da 2 Arschlochköter mit einem Arschlochmenschen kommen und bewegt seinen Arschlocharsch ins Gebüsch auf den Waldhang. Arschlochchinese regt sich (verständlicherweise – kann ich ihm nicht mal verübeln) auf, Arschlochömchen meint, hinterherhüpfen zu müssen (Alter, blöde Arschlochwolfhundtrulla, du bist von Rehen abrufbar – muss das sein?!). Den restlichen Spaziergang noch mehreren Arschlochamseln begegnet. Echt jetzt, wer hat denen so ins Hirn ge…issen, dass diese dämlichen Arschlochviecher ständig 3 Schritte weiterhopsen, warten, wieder 3 Schritte hopsen, warten…, statt ihre Arschlochfederärsche einfach auf die Seite oder auf einen Ast zu bewegen?! Die sind schlimmer als die Arschlochkrähen… 😱

So. Jetzt hat das Arschlochfrauchen Arschlochlaune. 🥊🤯💥

Ohne Scheiß (und bevor irgendwer moralapostelt 😉 😝): ich mag Tiere – v.a. Füchse – sehr und freu mich, dass man, da wo ich wohne, noch welchen begegnen kann, aber mit junger Arschloch-Kackbratze an der Leine ist´s noch etwas mühsam 😏.

Der Plüschchinese

Ich motz‘ ja ganz gern mal über den Plüschchinesen (hat hier sicher noch keiner bemerkt 🤭😌) und geb ihm fiese Namen. 😈 Nichts desto trotz mag ich ihn mittlerweile natürlich. Manchmal. Ein bisschen. Ok, eh ganz gern. 😉 Er ist ja eigentlich ein lieber und auch echt witziger Kerl und in Anbetracht der Tatsache, dass er wahrscheinlich schon Schlimmes erleben musste, hat er sich auch ein erstaunlich freundliches Wesen behalten. Aber seine Art mit Neuem umzugehen ist halt nicht gerade die Einfachste.

Manche Hunde gehen zurück, weil sie sich fürchten oder gar Panik haben. Manche Hunde gehen nach vor und haben gelernt, mit Aggression zu reagieren. Beides kacke und er macht zum Glück weder das Einen noch das Andere. Ich persönlich mag Hunde, die einfach mal abwarten, frei nach dem Motto „schau ma mal, dann seh ma schon“. Und dann gibt’s Q. Der katapultiert sein Gewicht explosionsartig hibbelnd in die Höhe. (Vielleicht komm ich ja doch mal dazu, das zu filmen… )

Das kostet ziemlich viel Kraft, ihn da zu halten und ihn wieder zurück auf den Boden zu bringen und mich unheimlich viel Selbstbeherrschung (über die ich noch nicht immer verfüge), ruhig und gelassen zu bleiben, denn alles andere führt dazu, dass er noch mehr audreht (und ja – leider erst Recht eine ordentliche Ansage 😌 – ich hätt damit ja kein Problem, auch wenn ich lieb und nett natürlich lieber mag 😉).
Auf was er gerade nicht möchte (am Halsband gehalten werden, Pfoten gewischt bekommen, kurz stehen um Pflanzenreste aus dem Fell gezupft zu bekommen uvm.) wird mit Lefzen hochziehen und dann Hand oder Arm in den Fang nehmen und drauf rumgnatschen (mit deutlicher Beisshemmung – es tut nicht mal wirklich weh, nervt aber, ist unangenehm und führt dazu, dass alles 10x länger dauert) reagiert. Daher „zieren“ zur Zeit zahlreiche blaue Flecken meine Arme (aber auch Beine). Kenn ich von Chin als Welpe – die hat zusätzlich auch noch Kratzer und Bissspuren hinterlassen. Trotzdem nicht so lustig und halt einfach nervebraubend und mühsam.

Ja, vieles ist schon deutlich besser geworden und irgendwann wird der Alltag sicher auch wie am Schnürchen klappen, aber bis dahin haben wir schon noch einen weiten Weg. Und daher auch die manchmal recht bissigen Beiträge über ihn, die es sicher noch eine ganze Zeit lang geben wird… 🤷‍♀️😉😁

Pech gehabt, ALK!

Na da hat er aber Pech gehabt, der kleine ALK (Ar…lochköter). Hat er sich extra den Napf zur Seite geschoben und den Schnüffelteppich aus dem Regal gezupft. Blöd dass der ohne Frauchen total langweilig ist *muahuahua* 😈
Bin gespannt, wann er sich die Balancekissen vom Laufband holt und selbstständig drauf rumturnt… 😎 Nach getaner Arbeit parkt der Popsch offenbar fein auf der Kühlmatte… 🍹⛱️

Shanghai Animal Rescue

Heute möchte ich euch zeigen, wo Q ursprünglich her kommt. Ich selbst habe ihn von der Auffangstation für Nordische Nothilfe Polarhunde Nord e.V. in Lüneburg persönlich geholt. Da ich mit Chinua ja nicht nur schon einen Hund hatte, sondern auch noch einen, der nicht mit jedem Artgenossen auskommt, ist es schlicht ein Muss, dass sich die Hunde vorher kennen lernen können. Einfach per Bild aussuchen und importieren lassen, kam daher (unabhängig davon, wie man dazu steht) einfach nicht in Frage.

Bevor Q nach Lüneburg kam, war er in China. Ich habe versucht, ein bisschen was über seine Vergangenheit heraus zu finden, was sich leider als recht schwierig gestaltet. Was man weiß ist, dass er wohl einen Besitzer hatte und vermutlich auch nicht für den Fleischmarkt bestimmt war. Er wurde recht jung von seinem Menschen zur Polizei gebracht – das wird dort offenbar so gehandhabt, wenn man ein Tier nicht mehr möchte (und es nicht einfach aussetzt). Je nachdem, bei wem es abgegeben wird, kommt es dann in eine Tötungsstation oder eben in ein Shelter. So wie Q in die Shanghai Animal Rescue. Dort werden die Tiere gechipped und geimpft und zur Vermittlung ausgeschrieben. Wenn sie Adoptanten haben, wird ein Tollwut-Titer-Test gemacht. 3 Monate danach dürfen sie dann (wenn Flugpaten vorhanden sind) ausreisen.

Im Shelter selbst sind ehemalige Straßenhunde oder Hunde, die von ihren 2-Beinern nicht mehr gewollt sind und weggegeben wurden oder welche, die von Tierschützern gebracht wurden. Derzeit sind wohl um die 250 Hunde dort, die von dem Team der SAR betreut werden, so gut es eben geht.

Mir ist bewusst, dass das ein durchaus heikles Thema ist – ich BITTE euch aber, hier KEINE Grundsatzdiskussionen zu führen. Es geht mir nicht um Tierschutz vs Zucht oder was gut, schlecht, seriös, unseriös, kompetent oder inkompetent ist, sondern einfach darum, zu zeigen, wo Q her kommt und wie er dort die erste Zeit seines Lebens verbracht hat. Mit Verhältnissen wie in Österreich oder Deutschland ist das schlichtweg nicht zu vergleichen.

Für mich selbst ist das übrigens alles eine ganz neue Welt – ich kenne ein paar Tierheime in Österreich und in Deutschland und durch das Internet bekommt man ein bisschen mit, wie es in Ungarn, Rumänien, Bulgarien oder auch Bosnien etc. in etwa aussieht. Aber wie Hunde in China leben und wie Tierschutz dort funktioniert – darüber hab ich bis vor kurzem noch nicht einmal nachgedacht…

2 vor, 1 zurück

2 Schritte vor, 1 zurück. So läufts bei uns zur Zeit. 😌

Zu den Rückschritten gehört, dass er beim alleine bleiben nicht mehr ganz so brav ist wie am Anfang. Bis vor kurzem hat er maximal mal ins bereit gestellte Altpapier gelangt. Seit kurzem bedient er sich ganz gerne bei meinen Sachen. Gut, ich motze auf hohem Niveau, denn er macht die Sachen selten kaputt (ich bin da ja von Chin in jungen Jahren anderes gewohnt). Trotzdem… Was zum Teufel will er mit einem englischsprachigen Kinderroman, 2 Fotostativen (eines davon in seiner Tasche – ich hatte den ganzen VM gerätselt, was er sich da auf den WuffPouf gezerrt hat) und einer Charmed-DVD? Und wieso hat die chinesische Kackbratze heute schon wieder ein Buch geklaut. Denkt der etwa, das Wissen rieselt, während er pennt, in sein Spatzenhirn?! 😏💥🥊

Rumkugeln

Knapp 3 Monate ist Q jetzt hier und langsam gewöhnen wir uns alle 3 aneinander und beginnen, den jeweils anderen besser einschätzen zu können.

Die Wochen sind immer noch geprägt von Fort- & Rückschritten, sowie Höhenflügen und Tiefpunkten, aber die lichten Momente überwiegen mittlerweile. Zu den positiven Seiten gehört, dass auch das Verhältnis zwischen Q und Chin konstant besser wird. So vertraut wie mit Nanook und so innig wie mit Teddy ist es (noch) nicht, aber Chinua lässt sich immer öfter auf Interaktion mit dem Q-ulldozer ein und er bemüht sich allerliebst, angenehm zu spielen 😍 und ist dann immer ein bissl bedröppelt, wenn Chin ihn doch bald wieder „anglahnt“ lässt. 😂

Als er eingezogen ist, hat Q Zähne gezeigt, wenn er wo lag und Chinua sich genähert hat. Den WoufPouf hatte er ganz für sich beansprucht (das versucht er ab und an immer noch, aber nicht mehr so vehement) und ein schnüffeln an seinem Penis, wenn er lag, wollte er auch nicht. Man sieht, da hat sich schon ein bisschen was getan.

P.S: Chin erwartet, dass ich kommentiere, wenn sie mich anwuwuuuuut.

Zwischendurch macht Q immer wieder mal auf wichtig – Chinua ignoriert das in der Regel und geht da gar nicht groß drauf ein.