Beschäftigungsideen für zu Hause 12

Diesmal wieder was ganz einfaches: Leckerchen verstreuen und suchen lassen. Je großflächiger, desto länger sind sie beschäftigt. Wer mag kann zu Beginn noch eine Impulskontrollübung miteinbauen, indem man Hund während man ausstreut, absitzen oder abliegen lässt und auf Kommando suchen schickt.

Wer keinen Garten hat, kann das natürlich auch bei einem Hochflorteppich o.ä. Indoor praktizieren.

Und weil immer wieder die Frage auftritt, ob das Hunde nicht animiert, auch beim Spaziergang mehr „staubzusaugen“: ich konnte das bei keinem meiner Hunde feststellen, aber indem man davor ein Ritual aufbaut (eben zb. die Impulskontrollübung) und Hund dann auf Signal suchen schickt, sollte das gut vom normalen spazieren gehen unterscheidbar sein.

Halten – Aufbau

Aufgrund der Nachfrage auf Facebook, hab ich noch 3 Videos zum Aufbau der „Halten-Übung“ erstellt.

Zuerst „Fang in die Hand legen“ üben. Da kann bei Q durchaus noch die Dauer ausgebaut werden. Da er zum knautschen neigt (wie man im Video auch gut sehen kann), sollten wir beim Fang in die Hand legen außerdem noch versuchen zu erreichen, dass er den Fang etwas fester in meine Handfläche drückt. Hat Hund dann zusätzlich etwas im Maul bewirkt das, dass er den Gegenstand durch den Druck fester und im besten Fall auch ruhiger hält.

Anschließend am Gegenstand shapen bis Hund nicht mehr nur mit der Nase hinstupst, sondern den Fang auch öffnet und schließlich zulässt, den Gegenstand ins Maul zu bekommen bzw. kurz zu nehmen.

Dann werden beide Übungen kombiniert. Erst wenn Hund den Fang mit Gegenstand darin für eine gewisse Dauer (und wenn man Wert darauf legt, so ruhig wie möglich) in der Hand liegen lassen kann, arbeitet man daran, die Hand unterm Fand langsam abzubauen. Das kann je nach Hund durchaus eine Zeit lang dauern. Q ist sicher auch ein Kandidat, wo wir noch brauchen werden, bis er länger und sicherer hält; wobei er das vermutlich nie so ruhig wie Chinua hinbekommen und immer etwas zum knautschen tendieren wird.

Hier hab ich einen Gegenstand (Chinuas Apportierholz) genommen, den er noch nicht kennt. Die Perspektive ist nicht ganz gelungen, aber man sieht trotzdem halbwegs, wie er zuerst am Objekt andere Aktionen versucht, bevor er es mit Maul öffnen und schließlich Bringholz in den Fang nehmen versucht. Geht bei ihm natürlich schon relativ flott zu shapen, da er die Übung ja schon an der Papprolle kennen gelernt hat.

Und hier zu guter Letzt der Aufbau der Halten-Übung bis zum fertigen Ergebnis im Schnelldurchlauf mit Profi Chinua. Im Gegensatz zu Q (und übrigens auch Nanook) hat sie nie zum knautschen tendiert und hält wirklich absolut ruhig. Die Signale (z.B. halten und v.a. dann auch aus) füge ich erst dazu, wenn die Übung klappt.

(In Chinuas Fall verzichte ich mittlerweile meist ganz darauf, weil sie mich schon so gut lesen kann, dass verbale Anweisungen i.d.R. nicht mehr nötig sind; außerdem beendet Click die Übung bei uns grundsätzlich, weshalb danach auch kein Aus mehr nötig wäre).

Beschäftigungsideen für zu Hause 11

Fototrick „etwas im Fang halten“.

Dieser Trick ist für mich auch gleichzeitig Vorstufe zum apportieren (also dem präzisen Apport wie in der Prüfungsordnung vorgeschrieben 😉 ), weil ich das gerne von hinten aufrolle; ich nutze ihn außerdem gerne für Fotos und er ist auch für diverse weitere Sachen (z.B. Hütchen bei Intelligenzspielen rausziehen, Taschentuch bringen, Basketball spielen usw.) nötig.

Manche Hunde (wie Nanook) haben von Haus aus kein Problem, etwas, das man ihnen anbietet, in den Fang zu nehmen und zu halten, aber vielen Hunden (wie Chinua, Teddy und jetzt auch Q) muss man das erst beibringen. Ich nehme dazu beim lernen der Übung gerne Gegenstände, die für den Hund angenehm sind, gleichzeitig aber nicht zum knautschen und herumschupfen animieren (also nicht als Spielzeug bekannt sind). Ein Stück Gartenschlauch zum Beispiel oder in Qs Fall jetzt die Kartonrolle von einem Geschenkpapier (die ist etwas härter als Klo- oder Küchenpapierrollen).

Im ersten Schritt übe ich, dass Hund seinen Fang in meine Hand legt und dort auch kurz drinnen ruhen lässt. Das kann u.U. im weiteren Aufbau eine kurzfristige Hilfe darstellen. Wer´s ganz genau möchte (für den Apport eines Apportierholzes im Hundesport beispielsweise), kann im nächsten Schritt dann noch daran feilen, dass Hund seinen Fang nicht nur in die Hand legt, sondern sogar ein wenig hinein drückt (um etwaigem „knautschen“ entgegen wirken zu können – drückt er mit einem Gegenstand im Maul den Fang in die Hand, beißt er automatisch fest auf diesen, was für ein ruhiges halten nötig ist).

Als nächstes bringe ich Hund bei, dass er den angebotenen Gegenstand ins Maul nehmen soll. Hierfür biete ich den Gegenstand an und bestätige (je nach Hund) Blickkontakt, Nasenkontakt oder auch gleich den Versuch, das Objekt mit dem Fang zu greifen. Für Hunde, die nicht gleich danach greifen gilt, zuerst einen Nasentarget auf das Objekt zu trainieren und wenn das gut funktioniert, zwischendurch immer mal wieder etwas warten, ob Hund am Objekt den Fang kurz ein wenig öffnet, um dieses Verhalten einzufangen und weiter auszuformen. Das kann – je nach Hund – durchaus einige Wochen dauern (gerade wenn man keinen übermotivierten Vertreter einer Arbeitsrasse hat)!
Hat man einen 2. Hund, der „halten“ bereits kann, kann man sich das übrigens auch versuchen zu Nutze zu machen, indem man diesen das immer wieder vorzeigen lässt und ausgiebig dafür belohnt. Teddy hat sich von Anfang an sehr viel von Chinua abgeschaut, Q fängt jetzt beim Tricksen damit an.

Hat man Hund soweit, dass er das Objekt kurz in den Fang nimmt (er muss diesen da noch nicht einmal schließen), kombiniert man das Fang in die Hand legen mit dem Objekt in den Fang nehmen um so ein etwas längeres und möglichst ruhiges halten aufzubauen. Je besser das funktioniert, desto mehr baut man das Hand in den Fang legen und liegen lassen während dem halten ab, bis Hund das angebotene Objekt für kurze Zeit selbst ruhig im Fang hält. Anschließend kann man zum einen langsam die Dauer des Haltens steigern und zum anderen auch mit den Objekten variieren.

Chinua als „alter Hase“ hält mittlerweile so gut wie alles geduldig auch für längere Zeit; Trick-Novize Q lernt gerade, angebotene Dinge in den Fang zu nehmen und kann die Papprolle für ein paar wenige Sekunden halten.

Beschäftigungsideen für zu Hause 10

Thema Intelligenzspielzeug.

Wir haben im Laufe der Zeit ja schon so einiges an Intelligenzspielen zusammen gekauft, aber man kann sich auch ganz einfach selbst Denkspielsachen für die 4-Beiner basteln.

Hier ein „Leckerchenglücksrad“ in der allereinfachsten Version aus einer Plastikflasche, in die man 2 Löcher schneidet, einen Stift (oder Kochlöffelstab oder dünnen Ast oder…) durchsteckt und dem Hund hinhält. In der gepimpten Version für Bastler (wieder mal Frauchenpapa sei Dank) mit Gestell, um sich selbst das Halten zu ersparen.

Und auch wenn die 4-Beiner irgendwann den Dreh raus haben, machts ihnen trotzdem noch Spass und sie spielens gerne. 😊

Beschäftigungsideen für zu Hause 9

Schnüffelspiele Teil 2.

Wir lieben unsere beiden Schnüffeldecken (ich glaube, der Osterhase wird ev noch eine weitere bringen 😌). Da lassen sich die Hunde mit minimalem Aufwand (Leckerchen drinnen verstecken und daneben sitzen um ggf die Decke wieder zu richten und aufzupassen, dass die 4-Beiner nicht zu grob damit sind) maximal beschäftigen. Wer gerade keine Schnüffeldecke daheim hat (die Dinger gäb’s auch zu bestellen 😉) kann sich aber genausogut mit ganz einfachen Utensilien wie einem alten Gewandstück (in unserem Fall eine Jeans) oder einer Decke helfen, wo Leckerchen in Taschen und Falten versteckt werden können.

 

Beschäftigungsideen für zu Hause 8

„Fototrick“ Kopf ablegen, aufbauend auf dem Nasentarget von letzter Woche.

Kopf ablegen (bei uns verbales Kommando „Down“ & ggf ein Sichtzeichen) ist hier ein beliebter Fototrick; je besser Hund ihn beherrscht, desto mehr kann man variieren und den Hundekopf auch auf verschiedenen Gegenständen ablegen lassen oder in Kombination mit etwas erhöhten Pfoten und bekommt so eine Menge herzige und/oder lustige Fotomotive.

Hat Hund verstanden, auf ein bestimmtes Signal mit der Nase einen Target zu berühren, übt man das mit der Nase antouchen (z.B. an einem Stick, einer Fliegenklatsche, einem Kochlöffel, der Hand…) im Platz und führt den Target dabei langsam immer weiter Richtung Boden. Wenn das klappt, baut man ein Signal auf und wenn Hund das Signal mit der Übung in Verbindung gebracht hat, die Hilfe über den Target langsam ab. Anschließend kann man noch die Dauer des Kopf am Boden liegen lassen steigern.

Beschäftigungsideen für zu Hause 7

Barfußparcours für Hunde um die Reflexe zu stimulieren und die Nerven anzusprechen – gerade für Chinua mit ihrer schon schwachen Hinterhand eine tolle Sache.

Der weltbeste Frauchenpapa hat dafür transportable Rahmen gebastelt, die mit verschiedenen Materialien wie feinem Kies, Rindenmulch, Tannenzapfen und Tonkugerln gefüllt wurden. Weitere mit Ästen, Moos, Sand, großen Zierkieselsteinen u.ä. sind noch in Planung.

Wer (so wie ich) nicht gut im Holzwerkeln ist und auch niemanden hat, der das übernehmen könnte, kann als Behälter natürlich genauso z.B. große Tonpflanzenuntersetzer, niedrige Plastikwannen, größere Tupperwarebehälter o.ä. verwenden. Auch beim Material kann man kreativ sein – zerknülltes Zeitungspapier, Legosteine von den Kids, trockener Reis oder Spiralnudeln (kann man ja vorm verwenden abwaschen, um keine Lebensmittel zu verschwenden), Watte… einfach mal schauen, was man daheim so findet.

Kopfüber am anderen Ende der Welt

Beschäftigungsideen für zu Hause. Einfach mal was zum kauen geben.

Oder:

Wie sich der kleine Q die Welt vorstellt. Kennt ihr den Ausspruch: der buddelt sich jetzt bis China durch? Prinz Pimmel denkt wohl, weil er quasi vom anderen Ende der Welt kommt, macht er’s einfach spiegelverkehrt…

P.S: Im Erdkugel zeichnen war ich noch nie gut…