Erste Wanderung mit Teddy

Nachdem gestern Teddys Lauf- & Wandergeschirr (X-Back Zero DC Cross von Uwe Radant – steht ihm das nicht sensationell?! ) geliefert wurde, die letzten Spaziergänge schon ganz fein geklappt haben und für heute um die 30° angesagt wurden, haben wir uns zeitig in der Früh kurzerhand nach Türnitz aufgemacht. Für die erste gemeinsame Wanderung erschien mir unsere heiss-geliebte Falkenschlucht gerade richtig – Samstag Früh ist dort so gut wie niemand unterwegs, es ist angenehm kühl, gibt fast durchgehend Wasser für die Hunde und die 10km sind schön kurzweilig. In der Schlucht trainieren 2- & 4-Beiner prima die Ar…backen, man muss ein wenig steigen, aber es ist trotzdem nicht sonderlich schwer.

Teddy hat sich ganz prima gemacht – er war fast durchgehend leicht und gerade angenehm auf Zug, gut ansprechbar und hat schon wie ein Profi posiert. Hat richtig Spaß gemacht, zudem geniesst jetzt auch Chinua unsere Unternehmungen wieder.
Am Rückweg haben wir ein paar Radfahrer und 4 Wanderer getroffen, die brav ignoriert wurden. Auch 1 Hundehalter ist uns begegnet – beide aufs Halsband umgehängt, kurz genommen und bei Fuß gehen lassen – hat ganz anständig geklappt. Er ist wirklich soooo eine Bereicherung!

Trotzdem war die Tour emotional etwas aufwühlend – immerhin war das Nanooks absolute Lieblingsstrecke und gerade bei der Anreise kamen wieder so viele Erinnerungen auf (vorbei am Hundeplatz Wilhelmsburg, wo wir 2, 3x trainiert haben, ein Stück unserer Pilgertour nach Mariazell liegt am Weg nach Türnitz, das strahlen, weil er hier fast durchgehend im Wasser laufen konnte und so viel mehr)… Wird wohl noch etwas dauern, bis unsere Unternehmungen nicht mehr von ein bissl Wehmut begleitet werden.

Erste Modelversuche

Tja, wer bei einer Hobbyknipserin landet, muss sich daran gewöhnen, oft fotografiert zu werden. Heute das erste Mal die Kamera beim Spaziergang dabei gehabt. Hat er gar nicht so schlecht gemacht, der Bub.

Erster Canicross-Test

Nachdem mittlerweile 2/3 von Teddy´s Unterwolle ausgebürstet sind, es heute mit 20 Grad und einer nur 4km kurzen und komplett waldigen Strecke grad noch machbar und ich schon soooo neugierig war, wie er tut und ihm außerdem mal die Möglichkeit zum bissl Gas geben geben wollte (nachdem wir sonst immer vehement am „chillig unterwegs sein ohne ziehen“ arbeiten), waren wir heut das erste Mal am Bauchgurt laufen. Schaut vielversprechend aus! X-Back Geschirr ist bestellt und jetzt warten wir sehnsüchtig auf den Herbst mit seinen canicrossfreundlichen Temperaturen, um endlich (wieder) mit dem joggen zu sarten.

Teddy & die Blume

Wir machen ja Abends vorm letzten Mal Lullu und vorm schlafen gehen gerne nochmal ein bisschen Trick- und/oder Koordinationstraining und/oder ein Intelligenzspiel. Ich weiß nicht, ob Teddy so etwas kennt, aber er findet’s lustig und ist mit Feuereifer bei der Sache. Derzeit noch frei nach dem Motto: „keine Ahnung, worums geht, aber hey… yeahhh!“

Hier die ersten Versuche mit der Blume. Und er stellt sich wirklich gar nicht blöd an.

Kantinenhund

Vergangenes Wochenende hatten wir Kantinendienst beim großen Agilityturnier in unserem Verein. Am ersten Tag hat sich Teddy noch etwas gewundert über das viele Gekeife und den Trubel.

Am 2. Tag war er dann schon ein ganz routinierter Kantinenhund. 😀

Zamwachsen

Da wir auf Facebook schon ganz ungeduldig gefragt wurden, wie´s denn uns und es weiter ging…

Ja, wie geht´s uns?! Wir leben ja nach dem Motto „möglichst ehrlich“, auch wenn das Internet bekanntlich geduldiger als Papier ist. Daher ganz ehrlich: gestern hatten wir ein bisschen einen Hänger. Nach der Euphorie der ersten Tage ein kleiner Dämpfer. Nix Schlimmes. Etwas Tamtam beim bürsten (Näääää das mag ich jetzt grad nicht *hampelhampel*), ein wenig zu ruppig zu einer Hundefreundin von Chin und spazieren gehen ist halt nicht mehr so easy-cheesy chillig wie noch vor kurzem. Keine Überraschung – damit muss man rechnen, wenn ein neuer Hund; noch dazu einer mit Vorgeschichte; einzieht. Und dann wieder eine Welle des ganz starken Nanook-Vermissens… Wird uns noch öfters passieren in nächster Zeit. 2 Schritte vor, einer zurück. Aber das gehört zum `zamwachsen halt auch einfach dazu.

Der heutige Tag ist bisher dafür 1a. Der Morgenspaziergang ist schon recht relaxt – obwohl nur 20 Minuten, nimmt er sich da Zeit zum shnüffeln und es ist alles recht entspannt. Und beim heimkommen weiß er schon genau, wo unser Grundstück ist.

Gestern Abends gab´s zum 1. Mal Fleisch – war ihm Anfangs noch nicht so ganz koscher. Hat´s erstmal aus dem Napf befördert und kritisch beäugt. Die Gemüsepampe ohne Tier drinnen, wird – typisch Mann – sowieso stehen gelassen – da muss man schon gut vermischen, damit´s in den Hund kommt. Heute Früh hat er´s aber schon ganz ohne zu zätzerln gefressen.

Dann waren die beiden Läuse heute das erste Mal alleine in der Wohnung für ne Stunde. Keinen Mucks haben sie gemacht, nichts war zerstört – alles fein. Morgen wagen wir uns an 1,5 Stunden.

Beim langen Spaziergang jetzt hab ich extre ne schattige Strecke gewählt, wo nicht viele Leute unterwegs sind und mir wirklich Zeit genommen. Direkt nach dem aussteigen aus dem Auto ist er derzeit noch in einem anderen Universum. Da nimmt er kaum etwas wahr, hat keine Zeit zum schnüffeln und geniessen und es geht nur vor-vor-vor. An Clicker ist da noch nicht zu denken und auch die gute Pferdewurst von Fleischeslust kann er da nicht fressen. Also einfach die Richtungswechseltaktik praktiziert. Nach einiger Zeit wurde das ziehen weniger und er ansprechbarer – möglicherweise, weil er müde wurde, was zählt ist aber, dass er anfangen konnte zu kooperieren. Statt Richtungswechsel reichte rückwärts gehen und er begann, das andere Ende der Leine dabei wahr zu nehmen. Plötzlich kann man auf ein „Warte“ auch ohne weitere Ermahnung stehen bleiben. Auch ein Sitz und sogar ein Platz waren möglich und die Wurst konnte wieder gefressen werden. Zwischendurch hab ich mich einfach mal auf einen Baumstamm gesetzt um noch mehr zu „entschleunigen“ und siehe da – der Herr kann sich auch ganz ohne Anweisung in eine Ruheposition verpflanzen und sogar Streicheleinheiten einfordern.

Alles in allem macht er sich wirklich unheimlich gut und er ist soooo bemüht, alles richtig zu machen, wenn er nicht gerade völlig in seine Hundewelt versunken ist. Bin ich im Garten, ist er immer neben mir und zeigt gar kein Interesse daran, diesen groß zu erkunden oder gar abzuhauen. Und auch wenn noch viele Rückschritte kommen: ich freu mich auf das gemeinsame üben und trainieren und einander kennen lernen und zum Team werden und bin gespannt, was uns auf diesem Weg da noch so alles erwartet!

P.S: seht ihr Chins Grinser? Spazieren gehen macht nämlich plötzlich wieder Spaß. V.a. wenn man auf einmal selbst der Streber und Verlasshund ist (ei, wer hätte jemals gedacht, dass der verrückte Flummi einmal die Brave und Unkomplizierte sein wird?!) und daher ständig besonders gelobt wird.

Welcome, Teddy

„Wie ein Teddybär sitzt der etwa 6-jährige Huskymix…“ Es ist Mitte März; Nanook ist seit knapp 2 Wochen nicht mehr da. Chinua und ich lümmeln betrübt im Bett herum und ich scrolle mich durch meine Facebook-Timeline, ohne wirklich daran interessiert zu sein. Aber dann guckt mich dieses Plüschgesicht an, mit einem Blick, der mich verdammt an Nanook erinnert. Ich betrachte die Bilder, lese den Text dazu… „Niedlich“ denke ich. „Aber viel zu früh.“ Und clicke den Beitrag wieder weg. Sicherheitshalber hab ich ihn davor aber noch schnell gespeichert. „Wenn er im Herbst noch da ist, dann schreib ich vielleicht hin“ denk ich mir.

„Nein, er ist noch zu haben. Ja, wir vermitteln auch nach Österreich. Sehr menschenfreundlich ist er. Und mit Hündinnen kommt er auch gut klar. Sie können mich gerne anrufen“. Die Antwort auf meine Anfrage Ende März, ob Teddy denn noch da und wie er so ist. Ich habs nämlich nicht ausgehalten und eine gute Woche mindestens 1x täglich das Inserat wieder und wieder aufgerufen und angestarrt. Und weil ich angenommen hab, dass er eh schon vergeben sein wird oder sonst irgendwas einfach nicht passt, hab ich doch schon jetzt hingeschrieben. Damit ich ihn guten Gewissens aus meinen Gedanken löschen kann und vor mir selbst Ruhe hab. Tja, blöd. Hat nicht so ganz funktioniert.

Da aber Mitte April meine OP ansteht und es davor sowieso nicht geht, hab ich gesagt, ich meld´ mich dann einfach im Mai, wenn ich aus dem Krankenstand komme. „Bis dahin ist der sicher weg“ hab ich mir gesagt.

Mitte Mai haben wir telefoniert. Teddy war noch immer nicht weg. Und nach dem Telefonat hab ich noch viel mehr das Gefühl, dass der große Plüsch mit der verkehrten Pandamaske zu uns gehört. Und deshalb hab ich auch für Mitte Juni einen Besuchstermin vereinbart. Mal sehen, ob ich dann immer noch das Gefühl habe und v.a. ob Chinua ihn überhaupt mag. Das ist bei der ja nicht so, dass die jeden gleich toll findet…

„Der Teddy hat Interessenten, die jetzt schon ein paar Mal mit ihm spazieren waren. Die Vorkontrolle war positiv, er zieht heute um“. 2 Wochen vor dem Besuchstermin haut´s mich ein bissl aus den Socken. Irgendwie hab ich schon fix damit gerechnet, dass er der „neue Mann“ im Haus wird… Aber ich versuche zumindest tapfer, mich für ihn zu freuen. Ich hätt´ ihn ja eh erst im Herbst nehmen können. Weil Schottland und so. Wird schon nur mit Chinua ein großes Abenteuer, mit neuem 2. Hund trau´ mich mich das nicht wirklich. Also is´ eh viel besser so. Aber trotzdem… Hach…

Vorletzte Woche Montag… Ich komm heim und mir ist zum heulen. Chinua hat im Büro eine Kollegin gemieden. Das hat sie noch nie gemacht. Die war bei Menschen doch immer ein Labrador im Wolfhundepelz. Die beiden Männer in den Wochen davor am Parkplatz… ok. Da wird gebaut, da ist Lärm, kann schon sein, dass sie das verunsichert hat. Aber ne Frau? In unserem Büro?
Und am Heimweg beim Autowaschen hat sie regelrecht Panik geschoben, als ich mit ihr vor der Waschanlage gewartet hab. Seit Nanook tot ist, wird sie immer unsicherer. Sie ist nicht mehr der fröhliche, lustige und unbeschwerte Hund, der sie mal war. Mich macht das ziemlich fertig. Ich mag das nicht. Dann das ping vom Facebook-Messenger: „Teddy kommt heute zurück in die Vermittlung. Die neuen Besitzer wollen ihn nicht mehr“. Und ich nur so: wtf?!

Letzte Woche Montag: Gestern sind Chinua und ich die 660km nach Meiningen im Thüringer Wald gefahren, haben eine kleine Runde gedreht (damit wir nicht ganz umsonst dort waren, falls Chinua ihn fressen will) und dann aufgeregt (ich zumindest, Chinua wusste ja nix von meinen Plänen) auf den nächsten Morgen gewartet. Am Vormittag sind wir zur Tierauffangstation gefahren, um Teddy zu treffen. Chinua bleibt zuerst im Auto. Und dann darf ich ihn endlich kennen lernen. Er begrüßt mich freundlich, lässt sich streicheln und knuddeln und muss dann erst mal dringend markieren gehen. Ich bin schon schwer verliebt. Aber da ist ja noch Chinua, die alte Zicke. Wir gehen zuerst ein Stück an der Leine spazieren, ohne Direktkontakt. Das hat sich bei Chinua in der Vergangenheit bewährt. Sie ist ja nicht grundsätzlich unverträglich. Es gibt wenige Hunde, an die man sie gar nicht gewöhnen kann. Aber es gibt auch nur wenige, die sie sofort mag. Meistens ist sie erstmal furchtbar wichtig. Und wenn das Gegenüber ihr nicht ausreichend huldigt, gibt´s eins auf die Mütze. Nicht arg, aber es schaut nicht so schön aus und macht auch ein bissl Krach, wenn sie so gefährlich brüllt. Danach gehts dann eh. Macht aber sicher keinen guten Eindruck heute. Und sonst natürlich auch nicht. Daher mach ich´s am Liebsten mit langsamer Gewöhnung durch ein paar Leinenspaziergänge ohne Direktkontakt. Aber die Zeit haben wir diesmal halt nicht.

Plötzlich stehen Teddy und Chinua Gesicht an Gesicht. Ich hab nicht aufgepasst. Und halte kurz den Atem an. Teddy stupst Chinua mit der Nase frech an die Backe. Und die ist ganz perplex ob derartiger Dreistigkeit. Macht einen Satz rückwärts, kreischt empört auf und zeigt kurz defensiv die Beißerchen. „Scheiße“ denk ich mir. Nicht der beste Start. Zurück im Tierheim geht´s dann in den Freilaufbereich. Chinua darf zuerst rein. Dann kommt Teddy. Das erste Mal läuft nicht sie zum Artgenossen, sondern bleibt abwartend stehen. Er kommt zu ihr. Sie beschnüffeln sich bilderbuchmässig und super artig. Und das war´s dann. Ab da freundlich-höfliche Ignoranz. „Ach du auch da – passt, alles gut.“ Zum Schluß gehen wir nochmal ein Stück spazieren. Diesmal hab ich beide an der Leine. Teddy und Chinua laufen vor mir Seite an Seite, als hätten sie nie was anderes gemacht. Schaut gut aus. Und fühlt sich gut an.

Und jetzt ist er da. Gekommen um zu bleiben. Die neuen Turnschuhe warten schon im Schrank auf ihren Einsatz. Nach Schottland geht´s nun doch zu 3. Ich glaub ja nicht so an Schicksal und sowas. Aber die ganze Gesichte war jetzt schon etwas strange. Hat wohl so sein sollen. Ich freu mich. Vielleicht endet 2018 doch nicht so kacke, wie es angefangen hat…?!

Welcome Teddy!