Hitzefrei

Wien – aktuell 33°C. Wir sind einfach keine Hitzefreaks und verbringen die Tage derzeit eher im Chillmodus: zeitig in der Früh ne Gassirunde drehen, spät Abends nochmal auf die Gasse zum Geschäfte verrichten und sonst hauptsächlich daheim. Ein bisschen hausmeistern, ein bisschen Pfoten im Platschbecken abkühlen, ein bisschen im Garten Frischluft tanken und viel in der relativ kühlen Wohnung (ca. 23/24 Grad) abhängen.

Teddy

Genau heute vor 1 Monat ist er bei uns eingezogen, der Herr Teddy.

Und je besser wir uns kennen lernen, desto weniger kann ich unser Glück fassen, gleich bei unserer ersten Tierschutzhunderfahrung sooo ein unglaublich liebes und unkompliziertes Seelchen erwischt zu haben. Viel hat sich in diesen 4 Wochen getan; freilich gibt´s auch noch ein bissl zu tun, aber das sind Peanuts, wenn man bedenkt, dass ja nahezu alles hier neu für ihn ist und sonst wär´s ja auch irgendwie fad, oder?!

Von Anfang an hat Teddy sich ganz prima in unseren Alltag eingefügt. Ich hatte damit gerechnet, dass er vielleicht nicht ganz stubenrein sein könnte. War ein Irrtum. Nicht ein einziges Mal ist was in die Wohnung gegangen.
Alleine bleiben gemeinsam mit Chinua – auch kein Thema. Wir sind mittlerweile bei 6 Stunden. Kein Gejaule, nix kaputt gegangen – die beiden verpennen den Vormittag ganz artig in der Wohnung.
Seine Fleisch-Obst/Gemüse-Pampe frisst er mittlerweile anstandslos. „Strecken“ mit ein bissl Dose ist nicht mehr nötig. Er weiß, dass man sich hinsetzen und auf ein „nimm´s dir“ warten muss, wenn das Pappi serviert wird.
Auch das bürsten lassen geht (wenn man nicht eeeeeendlos braucht) ohne Gehampel. Manchmal legt sich der Herr zur Seite und büselt derweil vor sich hin. Beim heimkommen kann er´s oft gar nicht erwarten, dass er sich hinsetzen und mir die Pfoten zum abwischen reichen darf.

Überhaupt ist er recht eifrig, wenn´s darum geht, daheim zu tricksen und zu lernen. Die „Blume“ macht er quasi im Null komma Nix – nun geht´s an die schwierigeren Intelligenzspiele. Meistens wartet er ganz brav, bis er an die Reihe kommt und versucht sich nicht dazwischen zu drängen, wenn Chinua gerade dran ist. Und sooo bemüht ist er, alles richtig zu machen. Klasse ist, dass er bei Chin neugierig zuschaut und man sich genau das tatsächlich zu Nutzen machen kann, indem man zuerst sie und unmittelbar danach ihn das Gleiche machen lässt. Die ersten Ansätze zum Hasi und mit den Vorderpfoten auf einen Target steigen haben wir so gelernt.

Unsere tägliche Morgenrunde klappt mit fast durchgehend entspannter Schleppleine. Die Strecke kennt er jetzt schon gut; so zeitig ist kaum wer unterwegs, da ist er auch durchgehend ansprechbar. Reagiert auf seinen Namen, wartet brav auf Anweisung und auch beim Rückruf muss man ihn meist nur einmal bitten. Sind wir woanders unterwegs, ist er oft noch recht aufgeregt (hält sich aber brav daran, dass man nach dem aussteigen aus dem Auto nicht sofort los stürmt, sondern geduldig wartet, bis alle bereit sind). V.a. zu Beginn häufig so sehr, dass er da auch noch kein Leckerchen nehmen kann. Nach einiger Zeit legt sich das dann meist – vorausgesetzt er wittert kein Wild. Da ist er schon interessierter als Chinua. Die und auch Nanook haben eigentlich immer nur auf Sichtungen reagiert, aber wenig bis gar nicht auf in der Luft hängenden Geruch. Da besteht noch einiges an Übungsbedarf. Logischerweise leiden unter diesen Bedingungen dann auch Ansprechbarkeit und Gehen an lockerer Leine, v.a. wenn man ihn nicht unmittelbar neben sich führt.

An Kontakte mit anderen Hunden tasten wir uns erst langsam heran. Den Maulkorb zu Beginn akzeptiert er halbwegs – er hat nämlich die etwas blöde Angewohnheit, zur Begrüßung (und auch wirklich nicht böse gemeint – seine Körpersprache ist dabei freundlich) einmal zu zwicken. Ohne Verletzung, aber natürlich finden das andere Hunde – v.a. Sensiblere – jetzt weniger lustig. Ein Prinz Charming ist er da also weniger. An der Leine lässt er sich aber „im Fuß“ ganz gut an fremden Hunden vorbei führen; ist nicht auf Krawall gebürstet und würde eher im Bogerl auszuweichen versuchen, wenn der Andere stänkert. (Im Gegensatz zu Chinua, die mit „großem Mann“ hinter sich, wieder wichtig ist und erst daran erinnert werden musste, dass man fremde Hunde trotzdem zu ignorieren hat ) Und auch mit anderen gemeinsam spazieren oder wandern gehen ohne Direktkontakt klappt prima – nach kurzer Zeit ist akzeptiert, dass die dazu gehören und das Interesse richtet sich wieder auf die Umgebung.

Ängstlich hat er sich bisher weder bei Menschen noch in verschiedensten Situationen gezeigt, wobei er meist ein paar Minuten braucht um sich zu akklimatisieren. Anders als Chinua und ähnlich wie Nanook reagiert er auf etwas Druck in der Stimme gut (Chinua ist das ja recht wurst) – erwischt man davon einmal zu viel ist seine Strategie: einfach fallen lassen.

Mit Chinua klappt´s nach wie vor prima. Einmal dürften sie sich in meiner Abwesenheit kurz gekloppt haben – zumindest hatte sie bei meiner Rückkehr ein winziges Cut unterm Auge. So wie ich die Kröte kenne, hat sie wohl versucht, ihm sein Kauzeug zu stehlen oder aber ihres extra ausgelegt um sein Interesse zu wecken und ihn nachher „hauen“ zu können, wenn er es wagt, sich ihrem „Schatz“ tatsächlich zu nähern. Hat ihrer Beziehung aber keinen Dämpfer verpasst und ab und zu wagen sie im Garten kurze Spielversuche.

Auch wenn´s böse klingt: ich bin froh, dass weder sein früherer Besitzer, noch die Leute, die ihn vor mir genommen hatten, behalten haben. Andernfalls wären Chinua und ich nicht an diesen supersüßen Kuschelbären geraten. Danke an Irene von Kynolearn – gewaltfreies Hundetraining, die die Vorkontrolle bei uns durchgeführt hat und v.a. ein riesengroßes Danke an Birgit und ihr Team vom Tierschutzverein Meiningen e.V. dass ihr mir diesen unglaublich tollen Buben anvertraut habt! Er ist perfekt für und passt perfekt zu uns! Wir freuen uns auf viele weitere Jahre und jede Menge gemeinsame Kuschelstunden und Abenteuer!

Nanook-Freitag

Nein, wir haben den Nanook-Freitag nicht „verschwitzt“, aber unser Blog ist mal wieder gesperrt, weil irgendwelche „Lustigen“ herumgehackt haben und so mussten wir erst die Festplatte mit den gefühlten 100.000 Millionen Fotos nach einem Passenden durchsuchen.

Tja… Heiss war´s im Juli 2015 auch schon. Da hatten wir´s uns doch ganz einfach im Garten gemütlich gemacht und jegliche Anstrengung vermieden…

All jenen, die unter dieser Hitze genauso leiden wie wir – durchhalten – in weniger als 5 Monaten ist Weihnachten!

Wassermarsch

Heute Nachmittag, nach der Arbeit: Projekt Teddy das Wasser schmackhaft machen weiter in Angriff genommen und einen kleinen Wasserspaziergang im Mauerbach bei Hadersdorf gemacht. Bis fast zum Bauch haben wir´s schon geschafft.

(Wobei es nicht das Wasser selbst sein dürfte, dass ihn zögern lässt, sondern dass er nicht sieht, wo er hin tritt…)

AT, NÖ – Raabs: Ritterweg Ruine Kollmitz

Heute waren wir endlich wieder mal so richtig „on tour“ und das erste Mal in „neuer Formation“ (d.h. ohne die Oldies Nanook und Ozzy, dafür mit Teddy und Elvis). Super-super-super brav waren sie alle 4! Und einmal mehr hat mich Teddy verblüfft, der sämtliche für ihn sicher noch gänzlich neuen Herausforderungen wie etwa die Gittertreppen in der Burg u.v.m., ohne Angst, aber neugierig, mit einer guten Portion Vertrauen und viel Bravour gemeistert hat! <3

Gestartet sind wir am frühen Nachmittag in Raabs an der Thaya im Waldviertel. Vom Parkplatz an der Stadtmauer marschieren wir über den Hauptplatz am Rathaus vorbei durch den Ort und gelangen schließlich auf den Kollmitzsteig, dem man dann entlang der Thaya über Wald und Wiesenwege folgt.

Nach einiger Zeit geht es über den Jungfernsteig und die Wirtleiten bergauf. Oben angekommen wandert man ein Stück zwischen Wiesen und Feldern entlang, bei dem einzelnen Baum den rechten Weg nehmend bis zum Fahrweg. Dem Wegweiser folgend geht es dann wieder ein wenig bergab bis man zur Böhmischen Mauer und kurz darauf zur Burgruine Kollmitz gelangt. Eintritt Erwachsene 2€, Hunde Willkommen und frei.

Wir machen einen ausgiebigen Rundgang durch die Burg samt Besichtigung des Hungerturms. Anschließend geht es hinunter in den Kollmitzgraben, wo sich die Hunde im Wasser erfrischen können. (Sogar Teddy, der sich bislang eher ein wenig wasserscheu gezeigt hat, geniesst die kleine Abkühlung.)

Vom Kollmitzgraben geht es ein Stück bergauf und dann eine Zeit lang über Felder und Wiesen eben durch Sauggern (Achtung: auf diesem Stück ist kaum Schatten vorhanden!) und anschließend bergab in den Wald hinein.

Über ein schmales Brückerl queren wir den Seebsbach und gönnen uns nochmal eine kleine Pause im kühlen Wasser. Anschließend wandern wir den Fortsweg entlang bis Lindau und von dort die asphaltierte Straße zwischen Wiesen und Feldern zurück nach Raabs.

11,6km bei 250hm. Der Weg ist durchgehend ausgezeichnet beschildert und es gibt kein Weidevieh.

Shooting Marienhof

Letzten Sonntag hatten wir nach längerem wieder mal ein Shooting – diesmal am wunderschönen Gut Marienhof in Spillern. Chinua war gewohnt routiniert, obwohl diesmal sogar ein paar Bilder mit Pferd gemeinsam gemacht wurden. Auch Teddy war super-brav und hat ohne Krawall und ohne Randale ganz brav im Auto gewartet, bis Chinua ihren Job erledigt hatte!

Fotografie: Christine Kubec
Models: Karoline Vogel & Stefanie Weißmayer