Chinua im Träumeland

Also im Schlaf läuft sie noch wie eine Weltmeisterin. ❤️ Entweder träumt sie von den Massen an liebestollen und deshalb verrückten Hasen heute Morgen am Feld, denen sie im Träumeland Beine macht oder sie saust dem Plüschchinesen nach, um ihn zu verprügeln. 🤔😌 Selbstverständlich mit Erfolg, dem zufriedenen Gesichtsausdruck beim aufwachen nach zu schließen… 😎😁
Habt eine gute Nacht! 🌙⭐

Beschäftigungsideen für zu Hause 12

Diesmal wieder was ganz einfaches: Leckerchen verstreuen und suchen lassen. Je großflächiger, desto länger sind sie beschäftigt. Wer mag kann zu Beginn noch eine Impulskontrollübung miteinbauen, indem man Hund während man ausstreut, absitzen oder abliegen lässt und auf Kommando suchen schickt.

Wer keinen Garten hat, kann das natürlich auch bei einem Hochflorteppich o.ä. Indoor praktizieren.

Und weil immer wieder die Frage auftritt, ob das Hunde nicht animiert, auch beim Spaziergang mehr „staubzusaugen“: ich konnte das bei keinem meiner Hunde feststellen, aber indem man davor ein Ritual aufbaut (eben zb. die Impulskontrollübung) und Hund dann auf Signal suchen schickt, sollte das gut vom normalen spazieren gehen unterscheidbar sein.

Braver Plüsch

Heut muss ich den Plüsch mal ordentlich loben. Wir sind derzeit ja nur sehr eingeschränkt unterwegs – bedeutet: selbstverständlich keine Treffs mit den Hundekumpels und auch keine längeren Touren oder neue Strecken erkunden, sondern gleich in der Früh eine kleine Runde spazieren oder laufen und alle 2, 3 Tage 2-3km am Bike rennen auf den üblichen paar Hauspampastrecken. Den Rest des Tages sind wir daheim mit einer kurzen Homeoffice Auszeit am Nachmittag mit (je nach Wetter) 10, 20 Minuten Garten und anschließend bissl Kopfarbeit drinnen und Abends nur nochmal zum lösen raus. Dafür ist er für Q-Verhältnisse trotzdem relativ gechillt.

Beim heutigen Spaziergang (2,8km an der 5m Leine) war er so sensationell brav wie überhaupt noch nie: kein hektisches Herumgerenne, sondern ruhiges, interessiertes schnüffeln und Umwelt erkunden, die ersten 2/3 immer wieder selbstständig Blickkontakt angeboten, gut ansprechbar, die Einladung zum gestreichelt werden angenommen (bisher fand er das draußen nicht so prickelnd und hatte auch gar keine Zeit für sowas), beim drohenden Energieüberschuss Frauchen angespielt, so dass ich das Quastl heraus nehmen und er sich daran abreagieren konnte und – Trommelwirbel – 3x von 3x NEBEN dem (und nicht wie früher immer mitten am) Weg gekackt. 😍🥰😍 Fast schon wie ein „ganz normaler“ Hund. 👏💪

Halten – Aufbau

Aufgrund der Nachfrage auf Facebook, hab ich noch 3 Videos zum Aufbau der „Halten-Übung“ erstellt.

Zuerst „Fang in die Hand legen“ üben. Da kann bei Q durchaus noch die Dauer ausgebaut werden. Da er zum knautschen neigt (wie man im Video auch gut sehen kann), sollten wir beim Fang in die Hand legen außerdem noch versuchen zu erreichen, dass er den Fang etwas fester in meine Handfläche drückt. Hat Hund dann zusätzlich etwas im Maul bewirkt das, dass er den Gegenstand durch den Druck fester und im besten Fall auch ruhiger hält.

Anschließend am Gegenstand shapen bis Hund nicht mehr nur mit der Nase hinstupst, sondern den Fang auch öffnet und schließlich zulässt, den Gegenstand ins Maul zu bekommen bzw. kurz zu nehmen.

Dann werden beide Übungen kombiniert. Erst wenn Hund den Fang mit Gegenstand darin für eine gewisse Dauer (und wenn man Wert darauf legt, so ruhig wie möglich) in der Hand liegen lassen kann, arbeitet man daran, die Hand unterm Fand langsam abzubauen. Das kann je nach Hund durchaus eine Zeit lang dauern. Q ist sicher auch ein Kandidat, wo wir noch brauchen werden, bis er länger und sicherer hält; wobei er das vermutlich nie so ruhig wie Chinua hinbekommen und immer etwas zum knautschen tendieren wird.

Hier hab ich einen Gegenstand (Chinuas Apportierholz) genommen, den er noch nicht kennt. Die Perspektive ist nicht ganz gelungen, aber man sieht trotzdem halbwegs, wie er zuerst am Objekt andere Aktionen versucht, bevor er es mit Maul öffnen und schließlich Bringholz in den Fang nehmen versucht. Geht bei ihm natürlich schon relativ flott zu shapen, da er die Übung ja schon an der Papprolle kennen gelernt hat.

Und hier zu guter Letzt der Aufbau der Halten-Übung bis zum fertigen Ergebnis im Schnelldurchlauf mit Profi Chinua. Im Gegensatz zu Q (und übrigens auch Nanook) hat sie nie zum knautschen tendiert und hält wirklich absolut ruhig. Die Signale (z.B. halten und v.a. dann auch aus) füge ich erst dazu, wenn die Übung klappt.

(In Chinuas Fall verzichte ich mittlerweile meist ganz darauf, weil sie mich schon so gut lesen kann, dass verbale Anweisungen i.d.R. nicht mehr nötig sind; außerdem beendet Click die Übung bei uns grundsätzlich, weshalb danach auch kein Aus mehr nötig wäre).

Beschäftigungsideen für zu Hause 11

Fototrick „etwas im Fang halten“.

Dieser Trick ist für mich auch gleichzeitig Vorstufe zum apportieren (also dem präzisen Apport wie in der Prüfungsordnung vorgeschrieben 😉 ), weil ich das gerne von hinten aufrolle; ich nutze ihn außerdem gerne für Fotos und er ist auch für diverse weitere Sachen (z.B. Hütchen bei Intelligenzspielen rausziehen, Taschentuch bringen, Basketball spielen usw.) nötig.

Manche Hunde (wie Nanook) haben von Haus aus kein Problem, etwas, das man ihnen anbietet, in den Fang zu nehmen und zu halten, aber vielen Hunden (wie Chinua, Teddy und jetzt auch Q) muss man das erst beibringen. Ich nehme dazu beim lernen der Übung gerne Gegenstände, die für den Hund angenehm sind, gleichzeitig aber nicht zum knautschen und herumschupfen animieren (also nicht als Spielzeug bekannt sind). Ein Stück Gartenschlauch zum Beispiel oder in Qs Fall jetzt die Kartonrolle von einem Geschenkpapier (die ist etwas härter als Klo- oder Küchenpapierrollen).

Im ersten Schritt übe ich, dass Hund seinen Fang in meine Hand legt und dort auch kurz drinnen ruhen lässt. Das kann u.U. im weiteren Aufbau eine kurzfristige Hilfe darstellen. Wer´s ganz genau möchte (für den Apport eines Apportierholzes im Hundesport beispielsweise), kann im nächsten Schritt dann noch daran feilen, dass Hund seinen Fang nicht nur in die Hand legt, sondern sogar ein wenig hinein drückt (um etwaigem „knautschen“ entgegen wirken zu können – drückt er mit einem Gegenstand im Maul den Fang in die Hand, beißt er automatisch fest auf diesen, was für ein ruhiges halten nötig ist).

Als nächstes bringe ich Hund bei, dass er den angebotenen Gegenstand ins Maul nehmen soll. Hierfür biete ich den Gegenstand an und bestätige (je nach Hund) Blickkontakt, Nasenkontakt oder auch gleich den Versuch, das Objekt mit dem Fang zu greifen. Für Hunde, die nicht gleich danach greifen gilt, zuerst einen Nasentarget auf das Objekt zu trainieren und wenn das gut funktioniert, zwischendurch immer mal wieder etwas warten, ob Hund am Objekt den Fang kurz ein wenig öffnet, um dieses Verhalten einzufangen und weiter auszuformen. Das kann – je nach Hund – durchaus einige Wochen dauern (gerade wenn man keinen übermotivierten Vertreter einer Arbeitsrasse hat)!
Hat man einen 2. Hund, der „halten“ bereits kann, kann man sich das übrigens auch versuchen zu Nutze zu machen, indem man diesen das immer wieder vorzeigen lässt und ausgiebig dafür belohnt. Teddy hat sich von Anfang an sehr viel von Chinua abgeschaut, Q fängt jetzt beim Tricksen damit an.

Hat man Hund soweit, dass er das Objekt kurz in den Fang nimmt (er muss diesen da noch nicht einmal schließen), kombiniert man das Fang in die Hand legen mit dem Objekt in den Fang nehmen um so ein etwas längeres und möglichst ruhiges halten aufzubauen. Je besser das funktioniert, desto mehr baut man das Hand in den Fang legen und liegen lassen während dem halten ab, bis Hund das angebotene Objekt für kurze Zeit selbst ruhig im Fang hält. Anschließend kann man zum einen langsam die Dauer des Haltens steigern und zum anderen auch mit den Objekten variieren.

Chinua als „alter Hase“ hält mittlerweile so gut wie alles geduldig auch für längere Zeit; Trick-Novize Q lernt gerade, angebotene Dinge in den Fang zu nehmen und kann die Papprolle für ein paar wenige Sekunden halten.