Ein kleiner Monk

Dürfen wir vorstellen: Nanook Monk.

Vorwurfsvoller Blick & Gewinsel… „Siehst du das nicht? Die liegt auf meinem Platz! Da lieg sonst immer ich! Wo soll ich jetzt hin? Frauchen, mach doch was!“

Wir haben ja daheim schließlich nur zig Liegeplätze und neuerdings sogar extra einen Teppich vor der Couch, damit der Herr genug weiche Möglichkeiten hat…

Braves Chinsi-Schlimmsi

Heute hat sich Frau Wolfhund selbst übertroffen: Gute 2,5 Std. geduldig und unermüdlich bei dem Fotografieseminar Portrait & Action mit Alicja Zmyclowska & Claudio Piccoli für die Teilnehmer gemodelt – da darf man Abends schon mal hundemüde sein! Bravstes Chinsi aller Zeiten!

Wir sind schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!

Dr. Jekyll & Mr. Hyde

Wenn man die White & Wolf Seite so verfolgt, sieht man ganz viele Bilder von 2 lustigen Hunden bei diverse Unternehmungen. Und Frauchen freut sich besonders, weil einer der beiden schon 13,5 Jahre alt ist und das für einen Hund dieses Typus und dieser Größe leider nicht Usus ist.
Und wenn ich motze, dann motze ich auf hohem Niveau, weil unsere „Wehwehchen“ vergleichsweise Peanuts sind – andere Herrchens und Frauchens haben ihre 4-Beiner schon (längst) verloren oder mit viel gröberen Dingen zu kämpfen. Aber trotzdem ist nicht immer alles Eitel Wonne im Hause White & Wolf. Abgesehen davon, dass der alte Mann schon sehr schwerhörig und v.a. schrullig und geistig unflexibel ist (letztens erst: durch Waldarbeiten können wir eine unserer Hausstrecken nicht laufen, wie wir sie immer laufen, sondern müssen einen anderen Abzweiger machen. Der Herr Nanook steht 5 Minuten irritiert da, weil: „Aber.. aber… Frauchen, wir sind doch immer da lang…“ ), mutiert er v.a. in der Nacht Ab und An zu Mr. Hyde.

Von 7 Tagen in der Woche, schlafe ich derzeit vielleicht einmal, mit viel Glück 2x durch. Die anderen Tage weckt mich leises Gewinsel aus dem Wohnzimmer. Meist so gegen 4 Uhr in der Früh. Um 5 ratscht übrigens mein Wecker unter der Woche.
Der Herr muss aufs Klo. Gut, kein allzu großes Drama – halbnackt aus dem Bett huschen, Wohnungstüre auf, Stiegenhaus paar Srufen raufspringen, Garten Türe auf und Hund raus lassen. Dann husch, husch wieder ins warme Bettchen und nochmal für ein bisschen die Augen zu.

Und dann gibts so Nächte wie heute.
Tagsüber ist er lustig drauf. Nach der Arbeit waren wir spazieren – er läuft aufmerksam vorne weg, dreht sich immer wieder brav zu mir um und staubt dafür das eine oder andere Leckerchen ab. Zwischendurch darf er ein bisschen Sitz-Platz-Gib Pfote – Twist machen. Auf der großen Wiese packen wir den Ball aus und machen, was wir seit Jahren nicht mehr gemacht und fast ein bisschen verpönt haben: wir schießen mehrmals stumpf das Balli. Seine Augen leuchten und er grinst übers ganze Gesicht. Zurückbringen tut er den Ball zwar nicht mehr, aber er hat seinen Spaß und freut sich.
Zurück daheim schmeisst er sich zufrieden in sein Körbchen oder auf die Couch und pennt ein Ründchen. Bis kurz vor 6 – ab da muss er dann aufpassen, dass er das Futter (gibts meistens um 7 herum) nicht verpasst. Anschließend verbringen wir den Abend nebeneinander kuschelnd – er (& Chinua) schlafend, Frauchen lesend oder surfend auf der Couch. Um 10 gehen beide nochmal in den Garten. Normalerweise würde ich danach langsam schlafen gehen, aber morgen ist ja Samstag und ich muss zumindest nicht ganz so früh raus. Also nochmal auf die Couch.

Und dann geht´s irgendwann los. Er setzt sich wo hin. Die Stelle passt ihm nicht. Er steht auf, trappelt herum, bleibt stehen, schaut. Trappelt weiter, hechelt bis er irgendwann ein Plätzchen findet. Lässt sich mit einem Seufzer fallen, liegt ein bisschen herum um irgendwann wie von der Tarantel gestochen aufzuspringen und das Spielchen beginnt von Vorne. Ich lass ihn wieder in den Garten, stehe mit Taschenlampe in der Türe, weil ich wissen möchte, ob er tatsächlich muss oder vielleicht Gras frisst, weil ihm schlecht ist oder er (wie häufig in den letzten Jahren zu der Zeit) Halsweh hat. Er geht ein paar Schritte, bleibt dann stehen und schaut in der Gegend rum, schaut mich an, dreht er um und kommt zurück. Ob weil ich ihn mit der Taschenlampe verfolge oder er nicht muss, weiß ich nicht.

Wir gehen wieder hinein und legen uns schlafen. Ich stelle mich bereits darauf ein, dass es eine unruhige Nacht wird. Kurz vor 2 Uhr: Hechelhechel, Traptrapptrapp, hechelhechel, trapptrapptrapp (and so on). Aber kein Fiepen, das normalerweise das dringende Geschäft anzeigt. Ich bleibe kurz liegen und hoffe, dass er sich wieder hinlegt. Passiert natürlich nicht. Ich stehe auf, zieh mir was drüber und lasse den alten Sack in den Garten. Er schlendert ein wenig herum, sucht sich dann einen Strauch, pinkelt ein bisschen und kommt herein. Ich lege mich wieder hin. Von schlafen keine Spur. Angestrengt liege ich da und lausche den Geräuschen im Wohnzimmer. Findet er jetzt endlich seine Ruhe oder geht das Drama weiter? Es geht weiter. Kurz darauf stehe ich wieder auf, geb dem Opa Novalgin – irgendwas tut ihm weh. Vielleicht zwickt und zwackt der Rücken wieder oder seine schlechten Zähne machen ihm zu schaffen. Die gehören eigentlich raus. Sämtliches Zähne putzen hilft nicht genug. Aber mit der Narkose ist das in diesem Alter und bei nur mehr 1 Niere so eine Sache. Und ohne gehts nicht bei ihm. Vielleicht wächst nun auch der Krebs im Bauch wieder? Wir könnten ihn wieder schallen lassen. Aber ganz ehrlich? Dann wissen wir´s und können nichts mehr tun, denn eine Narkose in dem Alter und bei nur mehr 1 Niere ist so eine Sache. Da weiß ich´s vielleicht lieber erst gar nicht. Gedanken über Gedanken, die einem da Nachts zwischen 2 und 3 durch den Kopf gehen, während man im Bett liegt und darauf wartet, dass der Hund endlich seine Ruhe findet. Und wenn er dann endlich liegt und tief und regelmässig atmet (das ist in dem Alter das Geräusch, das man am Liebsten hört – da weiß man dann nämlich auch, dass er noch atmet. Manchesmal muss man da, auch wenn man direkt neben ihm liegt, schon sehr genau schauen, ob sich der Brustkorb noch hebt und senkt, weil man das Atemgeräusch vermisst), traut man sich kaum bewegen, um diese Ruhe nicht zu stören (auch wenn er´s ja eigentlich eh nicht mehr hört).

Endlich, endlich ist man selbst wieder eingeschlafen und dann: ein Hecheln, ein Fiepen, ein Traptrapptrapp. Nicht schon wieder! Blick auf den Wecker: es ist 5 Uhr Früh. In 1 Stunde muss ich sowieso auf. Ortsgruppenprüfung im Verein – Mithilfe ist gefragt. Also kann ich auch gleich die Morgengassirunde gehen. Der Herr schnüffelt. Der Herr kackt. Der Herr achtet peinlich genau darauf, nicht zu verpassen, wenn Chinua pinkelt. Der Herr markiert drüber. Alles wie immer. Wir kommen heim und er stellt sich erwartungsvoll hin und will sein Frühstück.
Solang er frisst und markiert, kanns nicht so schlimm sein.

Jetzt liegt er auf der Couch und pennt tief und fest. Kein Wunder, wenn man sie ganze Nacht auf Achse ist. Und er kann´s ja. Der muss schließlich nicht aufstehen und arbeiten gehen oder im Verein helfen…
Radio Wien verliest grade das Horoskop. Schütze: gönnen Sie sich etwas Pause. Haha. Gut, dass ein Herrchen-Wochenende vor der Tür steht. Früher hab ich das gehasst, den Nuckl 2 Tage nicht zu haben. Mittlerweile freu ich mich manchmal ganz heimlich still und leise ein klitzekleines bisschen drauf… Rabenfrauchen.

Und ich kann mich nicht entscheiden, ob ich grantig oder froh sein soll. Auf jeden Fall bin ich müde. Hundemüde. Weil dieser ständige Schlafentzug, das viele Sorgen machen, das pausenlose Auf und Ab schon auch zermürbend sind. Aber das gehört halt dazu, wenn der Hund alt wird. Und auch das ist White & Wolf. Nicht immer nur schöne und nette Fotos. Leider…

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Von Türnitz nach Mariazell – 2. Etappe

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Gasthaus Zur Post gings kurz vor 8 wieder „on tour“.

Von Annaberg marschierten wir, bei Nebel und leichtem Nieselregen, am Friedhof vorbei, ein kurzes Stück asphaltierten Weg bergab und dann den Kreuzweg (in verkehrter Reihenfolge) nach Sägemühle.

Dort folgen wir der Hauptstraße ein Stück und biegen schließlich dem Wegweiser Via Sacra folgend nach links ab. Wir gehen über eine Brücke und dann den Fortsweg entlang Richtung Josefsberg.

Es gibt mehrere Wege, die nach Josefsberg und Wienerbruck führen – welchen man wählt, ist Geschmackssache (wir wählten jene Strecken, die nicht Richtung Haupstraße führten und möglichst kurze Zeitangaben hatten). Schließlich erreichen wir die Ötscherbasis in Wienerbruck (obwohl das Informationszentrum zu hatte, waren die warmen und sauberen Toiletten geöffnet) und gehen von dort zum Bahnhof weiter, um den Zug von Wienerbruck nach Mitterbach zu nehmen. Dort informiert uns eine Anzeige, dass wegen Bauarbeiten derzeit keine Züge fahren und stattdessen Busse als Schienenersatzverkehr eingerichtet wurden. Wir verlassen daher den Bahnhof wieder und gehen nach rechts ein paar Meter weiter Richtung Zentrum (und Richtung Parkplatz Ötscherbasis) zur Busstation. Der Bus kommt mit ein paar Minuten Verspätung – wir zahlen 11,7€ für 2 Erwachsene und 3 Hunde (die 2 kleinen in den Taschen zahlen nichts) – den Tarif kann man sich übrigens schon vorab auf der Webseite der Mariazellerbahn ausrechnen; den Fahrplan kann man hier downloaden. Nach einer etwas rasanten Fahrt steigen wir etwa 10 Minuten später in Mitterbach wieder aus.

Da der eigentliche Weg abseits der Hauptstraße derzeit wegen umgestürtzer Bäume nicht passierbar ist, müssen wir umdrehen und ein Stück durch den Ort marschieren. Wir nehmen schließlich den Göschlhofweg und kommen schließlich zum Waldrand wo 2 Bankerln zum pausieren einladen, außerdem gibt es einen Bildstock, Pilzskulpturen aus Holz und einem netten Blick auf Mitterbach.

Wir biegen rechts ab und folgen dem Wegweiser Sebastianiweg Richtung Mariazell, vorbei an einigen Weiden und einem Gehöft und schließlich bergab zur Hauptstraße. Wir wenden uns nach links und folgen der Straße einige Meter, um schließlich links den Weg zur Sebastianikapelle zu nehmen.

Vorbei an der Kapelle gehts nun den Rosenkrankweg (durchgehend mit Sebastianiweg beschildert) die letzte Etappe nach Mariazell. Vorbei an zahlreichen Rosenkrank- & auch Kräuterstationen.

Ein paar Mal müssen wir über umgestürtzte Bäume klettern oder diese etwas mühsam umgehen. Kurz vor Mariazell kommen wir noch an einem kleinen Holzhäusechen vorbei und erhaschen ein paar Blick auf die Liftstation im Tal. Schließlich ragt dann die Basilika aus dem Ort empor und wir folgen ihrem Anblick hinunter in den Ort.

Abschließend statten wir dem Pirker Lebkuchenshop (was wäre ein Mariazellbesuch ohne Pirker 😉 ) einen Besuch ab, bevors dann mit dem bei der freiwilligen Feuerwehr (die Parkplätze dort sind gebührenfrei; sonst ist fast überall Kurzparkzone) geparkten Auto nach Annaberg zum 2. Auto geht.

Die Etappe Annaberg – Wienerbruck beträgt etwa 7km; von Mitterbach nach Mariazell via Rosenkranz/Sebastianiweg sinds nochmal etwa 8km. Nennenswerte Steigungen sind hier nicht mehr vorhanden und Kühe sind alle hinter Zäunen.

Insgesamt waren wir in den 2 Tagen gute 30km unterwegs – alle 5 Hunde waren super brav und ich bin v.a. auf Nanook unglaublich stolz, für den die Tour mit seinen 13,5 Jahren zwar noch machbar, aber eindeutig anstrengend war.

Von Türnitz nach Mariazell – 1. Etappe

Zum Urlaubsende haben wir noch eine ordentliche Wanderung mit unseren Freunden Guinness, Baileys und Murphy’s gemacht. Unsere heutige Etappe führte uns vom Parkplatz Eisernes Tor (ca. 530hm) über die Falkenschlucht auf den Lackenkogel (1194hm), Tirolerkogel und Annaberghaus (1380hm) und via Am Gscheid und Postalm nach Annaberg (976hm).

Nachdem wir das eine Auto auf dem Wanderparkplatz vor Annaberg geparkt haben (falls was mit den alten Hunden ist, ist man so einfach mobiler), fuhren wir mit dem 2. über Türnitz bis zum Parkplatz Eisernes Tor. Von dort aus marschieren wir die uns schon gut bekannte Strecke entlang des Retzbaches etwa 3km ganz leicht bergan bis zum Eingang der Falkenschlucht.

Durch die Schlucht (jetzt im Herbst mit den vielen herunter gefallenen Blättern und dem feuchten Untergrund ist um einiges mehr Vorsicht in der unebenen, steinigen Klamm geboten) geht es nun zwischendurch recht steil bergauf, immer wieder auch über Brücken und mehrmals den Retzbach querend, etwa 1km.

Am Ende der Schlucht wenden wir uns nach rechts und folgen der Forststraße bzw. den Wegweisern Richtung Tirolerkogel oder Annabergerhaus aufwärts. Nach weiteren ca. 3km erreichen wir den Lackenkogel, wo wir uns eine kleine Pause gönnen und die Hunde Spaß daran haben, sich in den kleinen Schneefleckerln zu wuzeln.

Vom Lackenkogel geht es dann über die Almwiesen weiter – zuerst sanft, dann etwas steiler hinauf – 2x müssen wir durch Viehgatter durch. Aufgrund der Jahreszeit sind keine Kühe mehr am Berg, im Sommer müsste man allerdings ab dem Lackenkogel durch freilaufende Herden durch, um zum Tirolerkogel zu kommen. Direkt nach dem 2. Gatter geht es nach rechts steil bergauf (man sieht bereits das Dachspitzerl des Annaberger Hauses); da wir die Markierungen nicht gefunden haben, sind wir hingegen die Wiese noch ein Stück gradeaus weiter bis zur Zufahrtsstraße der Hütte marschiert und dann die Straße entlang zum Haus gegangen.

Da es am Tirolerkogel sehr windig ist, machen wir nur eine kurze Fotopause beim Gipfelkreuz und uns dann rasch auf den Weg Richtung Annaberg.

Vor dem Annaberger Haus stehend geht es rechts am Haus vorbei, durch das Gattertor durch und dann den rot-weißen Markierungen folgend über die Wiese bergab bis zur Hütte. (Alternativ kann man auch der Schotterstraße folgen) Vor der Hütte wenden wir uns nach rechts und gehen fortan die Forststraße bergab – immer Richtung Annaberg. Bei der Weggabelung am Gscheid (ein paar Bankerln laden zu einer kurzen Rast) folgen wir dem Wegweiser mit der kürzeren Zeitangabe Richtung Annaberg (es führen von dort 2 Wege dorthin!) und kommen schließlich gegenüber des Wanderparkplatzes, auf dem unser Auto steht, heraus.

Mit dem Auto geht´s dann die paar 100m nach Annaberg hinein bis zu unserer Unterkunft, dem Gasthof Zur Post, den wir schon von unserer Via Sacra Wanderung 2014 kannten. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, fuhren wir mit dem einen zum anderen Auto nach Türnitz und parkten es nach Mariazell um, bevor dann im Gasthaus „Abendpappi“ und schließlich endlich die müden Füße hochlegen und relaxen am Programm stand.

Um die 15km bei über 800hm in 6 Std. Brave, fleißige Oldies!!!

Und morgen geht’s (allerdings mit einem Stück Zugfahrt zwischendurch) weiter nach Mariazell.

Gut gelaunter Oldie

Nanook, bald 13,5 Jahre und fast taub (das „motivierende Getue“ beim zergeln hätt ich mir sparen können – er hörts kaum mehr aber die Routine „is a Hund“ ) heute Morgen gut gelaunt beim Spaziergang…

Wir sind so dankbar, dass er (abgesehen von fast taub und manchmal seeeeeehr schrullig) für sein Alter noch so gut drauf ist!